Dinkelkrapfen mit Erdbeermarmelade – schnell gemacht und herrlich fluffig

Dinkelkrapfen mit Erdbeermarmelade – schnell gemacht und herrlich fluffig

In der Welt der süßen Backwaren erobern die Dinkelkrapfen mit Erdbeermarmelade derzeit die heimischen Küchen im Sturm. Diese luftig-leichten Hefeteigbällchen vereinen traditionelles Handwerk mit modernen Ernährungstrends und begeistern durch ihre fluffige – also besonders weiche und lockere – Konsistenz. Der Dinkel, ein Urgetreide mit nussigem Aroma, verleiht diesen Krapfen nicht nur einen besonderen Geschmack, sondern macht sie auch bekömmlicher als ihre Weißmehl-Verwandten. Die Kombination aus goldenem Teig und fruchtiger Erdbeermarmelade verspricht ein Geschmackserlebnis, das sowohl Kinder als auch Erwachsene verzückt.

Was diese Krapfen besonders attraktiv macht, ist ihre überraschende Einfachheit in der Zubereitung. Während viele Hefeteigrezepte einschüchternd wirken, lässt sich dieser Teig mit wenigen Handgriffen und etwas Geduld meistern. Das Geheimnis liegt in der richtigen Temperatur, der sanften Behandlung des Teigs und dem Vertrauen in die natürliche Triebkraft der Hefe. Mit dieser Anleitung werden selbst Backanfänger zu stolzen Krapfenbäckern.

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mittel

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Hefeteig vorbereiten

Erwärmt die Milch auf etwa 37 Grad, sie sollte sich lauwarm anfühlen, nicht heiß. Bröckelt die frische Hefe in eine kleine Schüssel und löst sie mit zwei Esslöffeln der lauwarmen Milch und einem Teelöffel Zucker auf. Dieser Vorgang nennt sich Hefeansatz – dabei wird die Hefe aktiviert und beginnt zu arbeiten. Lasst diese Mischung etwa 10 Minuten an einem warmen Ort stehen, bis sie schaumig wird und leicht aufgeht. Das zeigt euch, dass die Hefe lebendig ist und eure Krapfen schön fluffig werden.

2. Teig kneten

Gebt das Dinkelmehl in die Schüssel eurer Küchenmaschine oder in eine große Rührschüssel. Fügt den restlichen Zucker, das Salz, den Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale hinzu. Macht in der Mitte eine Mulde und gebt den Hefeansatz, die restliche lauwarme Milch, die weiche Butter und die beiden Eigelbe hinein. Knetet alles mit dem Knethaken oder mit den Händen etwa 8 bis 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und leicht glänzen. Dinkelteig ist etwas klebriger als Weizenteig, das ist völlig normal und richtig so.

3. Teig gehen lassen

Formt den Teig zu einer Kugel und legt ihn zurück in die leicht geölte Schüssel. Deckt die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und stellt sie an einen warmen, zugfreien Ort. Der Teig muss nun etwa 60 Minuten gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Dieser Prozess heißt Gare – die Hefe produziert dabei Kohlendioxid, das kleine Bläschen im Teig bildet und ihn aufgehen lässt. Die ideale Temperatur liegt bei 28 bis 32 Grad. Im Winter könnt ihr den Backofen auf 30 Grad vorheizen und dann ausschalten.

4. Krapfen formen

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, knetet ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durch. Teilt ihn in 12 gleichgroße Portionen, jede etwa 70 Gramm schwer. Formt aus jeder Portion eine glatte Kugel, indem ihr den Teig von außen nach innen faltet und dann mit der Hand auf der Arbeitsfläche rund rollt. Legt die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und deckt sie wieder ab. Sie müssen nun weitere 30 Minuten gehen und werden dabei noch einmal etwas größer.

5. Öl erhitzen

Erhitzt das Pflanzenöl in einer Fritteuse oder einem hohen Topf auf genau 170 Grad. Diese Temperatur ist entscheidend für perfekte Krapfen. Ist das Öl zu heiß, werden sie außen dunkel, bleiben aber innen roh. Ist es zu kalt, saugen sie sich mit Fett voll. Verwendet unbedingt ein Küchenthermometer zur Kontrolle. Das Öl sollte mindestens 8 Zentimeter tief sein, damit die Krapfen schwimmen können und sich beim Backen schön drehen.

6. Krapfen ausbacken

Hebt die Teiglinge vorsichtig mit einer Schaumkelle an und lasst sie behutsam ins heiße Öl gleiten. Backt maximal 3 bis 4 Krapfen gleichzeitig, damit die Temperatur stabil bleibt. Sie sinken zunächst nach unten und steigen dann auf. Nach etwa 3 Minuten dreht ihr sie mit der Schaumkelle um, sie sollten dann goldbraun sein. Backt sie weitere 3 Minuten auf der anderen Seite. Der charakteristische helle Ring in der Mitte entsteht genau an der Stelle, wo der Krapfen die Ölgrenze berührt.

7. Abtropfen und füllen

Hebt die fertigen Krapfen mit der Schaumkelle heraus und lasst sie auf Küchenpapier abtropfen. Sie sollten außen knusprig und innen herrlich weich sein. Lasst sie etwa 10 Minuten abkühlen. Füllt die Erdbeermarmelade in einen Spritzbeutel mit runder Tülle. Stecht die Tülle seitlich in jeden Krapfen und spritzt etwa einen Esslöffel Marmelade hinein. Ihr spürt, wie der Krapfen schwerer wird und sich die Füllung verteilt.

8. Fertigstellen

Bestäubt die gefüllten Krapfen großzügig mit Puderzucker. Am besten geht das mit einem feinen Sieb, dann verteilt sich der Zucker gleichmäßig. Die Krapfen schmecken am besten noch leicht warm, können aber auch bei Raumtemperatur genossen werden. Sie halten sich in einer Blechdose etwa zwei Tage frisch.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Der Schlüssel zu perfekt fluffigen Krapfen liegt in der Geduld beim Gehenlassen. Hetzt den Teig nicht, sondern gebt ihm die volle Zeit. Wenn ihr keine frische Hefe bekommt, könnt ihr auch 7 Gramm Trockenhefe verwenden. Ein Profi-Trick: Fügt dem Teig einen Esslöffel Rum hinzu, das macht die Krapfen noch aromatischer und sie bleiben länger frisch. Achtet darauf, dass alle Zutaten Raumtemperatur haben, kalte Butter oder Eier bremsen die Hefe aus. Wenn ihr die Krapfen gleichmäßiger füllen möchtet, wiegt die Teigportionen ab, so werden alle gleich groß.

Die perfekte Begleitung zu frischen Dinkelkrapfen

Zu diesen süßen, marmeladengefüllten Köstlichkeiten empfiehlt sich ein klassischer Filterkaffee oder ein Cappuccino. Die leichte Bitterkeit des Kaffees balanciert die Süße der Krapfen perfekt aus. Für Kinder oder Kaffee-Abstinenzler ist ein Glas kalte Milch oder ein Früchtetee ideal. Besonders schön ist auch ein heißer Kakao an kalten Tagen. Wer es festlicher mag, serviert einen Prosecco oder einen süßen Dessertwein wie Moscato d’Asti. Die Kohlensäure erfrischt den Gaumen zwischen den einzelnen Bissen.

Zusätzliche Info

Die Geschichte der Krapfen reicht bis ins Mittelalter zurück, als sie ursprünglich in Schmalz ausgebacken wurden. Der Name Krapfen leitet sich vom althochdeutschen Wort krapfo ab, was so viel wie Haken oder Kralle bedeutet – vermutlich wegen der ursprünglich hakenförmigen Form. In verschiedenen Regionen tragen sie unterschiedliche Namen: In Berlin heißen sie Pfannkuchen, in Österreich Krapfen, in Süddeutschland Faschingskrapfen.

Die Verwendung von Dinkelmehl ist eine moderne Interpretation des traditionellen Rezepts. Dinkel, botanisch Triticum spelta, war bereits bei den Römern bekannt und erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Er enthält mehr Proteine und Mineralstoffe als Weizen und wird von vielen Menschen besser vertragen. Der nussige Geschmack verleiht den Krapfen eine besondere Note, die sie von herkömmlichen Varianten abhebt. Traditionell werden Krapfen zur Faschingszeit gebacken, aber diese schnelle Variante eignet sich für jeden Anlass.

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