Streuseltaler mit Pudding: diese Füllung ist ein wahres Genussabenteuer

Streuseltaler mit Pudding: diese Füllung ist ein wahres Genussabenteuer

In deutschen Backstuben erfreut sich der Streuseltaler mit Pudding seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Dieses traditionelle Gebäck vereint knusprige Streusel mit einer cremigen Puddingfüllung zu einem wahren Genussabenteuer. Die perfekte Balance zwischen Textur und Geschmack macht diese Spezialität zu einem Favoriten bei Jung und Alt.

Die Zubereitung mag auf den ersten Blick anspruchsvoll erscheinen, doch mit der richtigen Anleitung gelingt das Gebäck auch Hobbybäckern problemlos. Der Streuseltaler besticht durch seine drei charakteristischen Schichten: einen mürben Mürbeteigboden, eine samtige Vanillepuddingfüllung und die namensgebenden butterigen Streusel als Krönung.

Was dieses Rezept besonders macht, ist die Verwendung von Puddingpulver, das für eine stabile und dennoch cremige Füllung sorgt. Die Streusel werden durch Zugabe von Mandeln verfeinert, was dem Gebäck eine zusätzliche Geschmacksdimension verleiht.

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Beginnen sie mit der Zubereitung des Mürbeteigs. Vermengen sie in einer großen Schüssel 200 gramm mehl mit 100 gramm weicher butter, 50 gramm zucker, einem ei und einer prise salz. Mürbeteig ist ein Grundteig der Patisserie, der durch seinen hohen Fettanteil besonders zart und mürbe wird. Kneten sie alle Zutaten rasch zu einem glatten teig zusammen, aber arbeiten sie nicht zu lange, sonst wird der teig zäh. Formen sie den teig zu einer kugel, wickeln sie ihn in frischhaltefolie und lassen sie ihn mindestens 30 minuten im kühlschrank ruhen.

2.

Während der teig ruht, bereiten sie die puddingfüllung zu. Kochen sie 500 milliliter milch mit einem päckchen vanillezucker in einem topf auf. Rühren sie das puddingpulver mit drei esslöffeln zucker und vier esslöffeln kalter milch glatt. Sobald die milch kocht, nehmen sie den topf vom herd und rühren sie die puddingmischung zügig ein. Bringen sie alles unter ständigem rühren erneut zum kochen und lassen sie den pudding etwa eine minute köcheln, bis er schön dickflüssig wird. Das ständige rühren verhindert die Bildung von Klumpen und sorgt für eine samtige Konsistenz. Gießen sie den pudding in eine schüssel, bedecken sie die oberfläche direkt mit frischhaltefolie und lassen sie ihn vollständig abkühlen.

3.

Für die streusel verkneten sie 100 gramm mehl, 100 gramm butter, 100 gramm zucker, 50 gramm gemahlene mandeln, ein päckchen vanillezucker und einen teelöffel backpulver zu einem krümeligen teig. Die masse sollte nicht zu einem glatten teig werden, sondern in groben streuseln bleiben. Stellen sie die streusel bis zur verwendung kalt.

4.

Heizen sie den backofen auf 180 grad celsius vor. Fetten sie die tarteform gründlich ein oder legen sie sie mit backpapier aus. Rollen sie den gekühlten mürbeteig auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche etwa drei millimeter dick aus. Achten sie darauf, dass der teig gleichmäßig dick ist, damit er überall gleichmäßig durchbackt.

5.

Legen sie den teig in die vorbereitete form und drücken sie ihn gut am boden und rand fest. Stechen sie den boden mehrmals mit einer gabel ein. Dieses einstechen verhindert, dass sich der teig während des backens aufwölbt. Schneiden sie überstehende teigränder mit einem messer ab.

6.

Verteilen sie den abgekühlten pudding gleichmäßig auf dem teigboden. Streichen sie die oberfläche mit einem löffel oder spatel glatt. Die puddingschicht sollte etwa zwei zentimeter dick sein, damit das richtige verhältnis zwischen teig, füllung und streuseln entsteht.

7.

Verteilen sie die streusel großzügig über die puddingfüllung. Drücken sie die streusel leicht an, damit sie während des backens nicht herunterfallen. Je mehr streusel sie verwenden, desto knuspriger wird die oberfläche.

8.

Backen sie den streuseltaler im vorgeheizten ofen bei 180 grad celsius etwa 30 minuten, bis die streusel goldbraun sind und der teig durchgebacken ist. Die backzeit kann je nach ofen leicht variieren, beobachten sie daher die färbung der streusel. Wenn diese zu dunkel werden, decken sie das gebäck mit alufolie ab.

9.

Nehmen sie den streuseltaler aus dem ofen und lassen sie ihn in der form vollständig abkühlen. Das abkühlen ist wichtig, damit der pudding fest wird und sich das gebäck später sauber schneiden lässt. Erst wenn alles ausgekühlt ist, lösen sie den taler vorsichtig aus der form.

10.

Bestäuben sie den fertigen streuseltaler vor dem servieren mit puderzucker. Schneiden sie ihn mit einem scharfen messer in gleichmäßige stücke. Ein leicht angefeuchtetes messer erleichtert das schneiden durch die verschiedenen schichten.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

verwenden sie butter in zimmerwarmer konsistenz für geschmeidige streusel. zu kalte butter lässt sich schwer verarbeiten, zu warme butter macht die streusel matschig.
der pudding muss vollständig ausgekühlt sein, bevor sie ihn auf den teig geben, sonst weicht der boden durch.
für eine schokoladige variante ersetzen sie einen teil des vanillepuddingpulvers durch schokoladenpuddingpulver.
die streusel können sie bereits am vortag vorbereiten und im kühlschrank aufbewahren.
achten sie darauf, dass die butter für den mürbeteig nicht zu warm ist, sonst wird der teig klebrig und lässt sich schlecht verarbeiten.

die perfekte begleitung zum kaffee

zum streuseltaler mit pudding passt hervorragend ein frisch aufgebrühter filterkaffee oder ein milder cappuccino. Die röstaromen des kaffees harmonieren wunderbar mit der süße der streusel und der cremigkeit des puddings. Alternativ eignet sich auch ein schwarzer tee mit einem schuss milch. Für kinder oder kaffee-abstinente empfiehlt sich ein glas kalte milch oder ein warmer kakao, der die vanillenote des puddings unterstreicht.

Zusätzliche Info

der streuseltaler mit pudding ist eine norddeutsche spezialität, die vor allem in bäckereien schleswig-holsteins und niedersachsens zu finden ist. Die kombination aus mürbeteig, pudding und streuseln entwickelte sich in den 1950er jahren, als die nachkriegszeit überwunden war und die menschen wieder lust auf süßes gebäck hatten. Der name ‚taler‘ bezieht sich auf die runde form und die flache bauweise des gebäcks, die an eine münze erinnert. Ursprünglich wurde der streuseltaler ohne puddingfüllung gebacken, doch findige bäcker begannen, verschiedene füllungen zu experimentieren. Die puddingvariante setzte sich durch und gilt heute als klassiker. In manchen regionen wird das gebäck auch ’streuselkuchen mit pudding‘ oder ‚puddingstreusel‘ genannt.

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