Airfryer-Falafel: Knusprig ohne Frittieren – so geht’s

Airfryer-Falafel: Knusprig ohne Frittieren – so geht's

Falafel aus dem Airfryer erobern die moderne Küche im Sturm. Diese knusprigen Kichererbsenbällchen aus dem Nahen Osten lassen sich ohne Frittieren zubereiten und bleiben dabei außen goldbraun, innen saftig. Die Heißluft-Technologie reduziert den Ölverbrauch um bis zu 80 Prozent, ohne Kompromisse beim Geschmack einzugehen. Während traditionelle Falafel in heißem Fett schwimmen, genügen im Airfryer wenige Sprühstöße Öl für perfekte Ergebnisse. Diese Zubereitungsmethode macht das orientalische Streetfood alltagstauglich und gesünder, ohne die charakteristische Textur zu verlieren.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Kichererbsen vorbereiten

Die getrockneten Kichererbsen in eine große Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Mindestens 12 Stunden oder über Nacht einweichen lassen. Die Kichererbsen werden ihr Volumen verdoppeln und weicher werden. Nach dem Einweichen gründlich abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Trocknen ist wichtig, damit die Masse nicht zu feucht wird.

2. Gewürze und Kräuter hacken

Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Knoblauchzehen schälen und halbieren. Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und die groben Stiele entfernen. Alle vorbereiteten Zutaten bereitstellen, damit die Verarbeitung zügig erfolgen kann.

3. Falafel-Masse herstellen

Die abgetropften Kichererbsen in die Küchenmaschine geben. Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Koriander hinzufügen. Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer dazugeben. Alles zu einer groben, aber zusammenhaltenden Masse pulsieren kurz stoßweise mixen. Die Konsistenz sollte an feuchten Sand erinnern, nicht zu fein wie Hummus. Falls die Masse zu feucht ist, 1-2 Esslöffel Mehl unterarbeiten. In einer Schüssel das Backpulver untermischen und die Masse 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

4. Falafel formen

Mit leicht feuchten Händen etwa 16 gleichmäßige Bällchen formen, jeweils etwa 30 Gramm schwer. Die Kugeln leicht flach drücken, damit sie die typische Falafel-Form erhalten. Wichtig: nicht zu fest pressen, sonst werden sie innen trocken. Alle geformten Falafel auf einen Teller legen und kühl stellen, während der Airfryer vorheizt.

5. Airfryer vorbereiten

Den Airfryer auf 180 Grad vorheizen. Dies dauert etwa 3 Minuten. Den Korb leicht mit Olivenöl-Spray einsprühen, damit die Falafel nicht ankleben. Die vorbereiteten Falafel nebeneinander in den Korb legen, dabei genügend Abstand lassen für die Luftzirkulation. Nicht überlappen, lieber in zwei Durchgängen arbeiten.

6. Erste Garphase

Die Falafel von allen Seiten mit Olivenöl-Spray besprühen. In den vorgeheizten Airfryer schieben und 8 Minuten backen. Die Heißluft sorgt für eine gleichmäßige Bräunung von allen Seiten, ohne dass man ständig kontrollieren muss.

7. Wenden und fertig garen

Nach 8 Minuten den Korb herausziehen und die Falafel vorsichtig mit einer Zange wenden. Nochmals leicht mit Öl besprühen. Weitere 7 Minuten backen, bis sie außen goldbraun und knusprig sind. Die Garzeit kann je nach Airfryer-Modell um 1-2 Minuten variieren. Die Falafel sollten beim Klopfen hohl klingen und eine feste Kruste haben.

8. Ruhen lassen

Die fertigen Falafel aus dem Airfryer nehmen und auf einem Teller 2-3 Minuten ruhen lassen. Dadurch wird die Kruste noch knuspriger und das Innere setzt sich. Sofort servieren, solange sie warm sind.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Verwenden Sie unbedingt getrocknete Kichererbsen, keine vorgekochten aus der Dose. Dosenkichererbsen enthalten zu viel Feuchtigkeit und führen zu breiigen Falafel, die im Airfryer auseinanderfallen. Die Einweichzeit von 12 Stunden lässt sich nicht verkürzen, planen Sie dies rechtzeitig ein. Für extra knusprige Falafel können Sie einen Teelöffel Sesamsamen in die Masse mischen. Falls Sie keinen frischen Koriander mögen, ersetzen Sie ihn durch zusätzliche Petersilie. Die fertig geformten Falafel lassen sich hervorragend einfrieren: einfach ungekocht auf einem Brett vorfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen. Aus dem Gefrierschrank direkt in den Airfryer geben und 2-3 Minuten länger backen.

Erfrischende Getränkebegleitung

Zu Falafel passen traditionelle orientalische Getränke am besten. Ein gekühlter Minztee mit frischen Minzblättern erfrischt zwischen den würzigen Bissen. Ayran, das salzige Joghurtgetränk, gleicht die Schärfe aus und ergänzt die Aromen perfekt. Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein trockener Weißwein wie Sauvignon Blanc oder ein leichter Rosé, deren Säure die Fettigkeit ausbalanciert. Limonade mit Zitrone und Minze bietet eine alkoholfreie Alternative mit orientalischem Flair. Ein kühles Bier im Pils-Stil harmoniert ebenfalls gut mit den würzigen Kichererbsenbällchen.

Zusätzliche Info

Falafel gehören zu den ältesten Streetfood-Gerichten der Welt und stammen vermutlich aus Ägypten, wo sie ursprünglich aus Saubohnen hergestellt wurden. Die Kichererbsen-Variante verbreitete sich später im gesamten Nahen Osten und wurde zum Nationalgericht in Ländern wie Israel, Libanon und Syrien. Der Name leitet sich vom arabischen Wort falāfil ab, der Pluralform von filfil, was Pfeffer bedeutet. In ihrer Heimat werden Falafel traditionell zum Frühstück gegessen, oft in Fladenbrot mit Tahini-Sauce, Salat und eingelegtem Gemüse. Die Airfryer-Methode ist eine moderne Adaption, die das Gericht kalorienärmer macht, ohne die authentische Textur zu opfern. Falafel sind von Natur aus vegan und glutenfrei, was sie zu einer beliebten Option für verschiedene Ernährungsweisen macht.

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