Diese Wintersuppe mit Rosenkohl macht satt und wärmt von innen

Diese Wintersuppe mit Rosenkohl macht satt und wärmt von innen

Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite, und genau jetzt braucht der Körper eine herzhafte Mahlzeit, die von innen wärmt und gleichzeitig sättigt. Diese winterliche Suppe mit Rosenkohl vereint genau diese Eigenschaften: sie ist nahrhaft, reichhaltig und bringt die besten Aromen der kalten Jahreszeit auf den Tisch. Rosenkohl, oft unterschätzt und zu Unrecht als bitter verschrien, entfaltet in dieser Suppe sein volles Potenzial. Kombiniert mit cremigen Kartoffeln, würzigem Speck und einer aromatischen Brühe entsteht ein Gericht, das nicht nur den Magen füllt, sondern auch die Seele wärmt. Die Zubereitung ist unkompliziert, die Zutaten sind regional und saisonal verfügbar, und das Ergebnis überzeugt selbst skeptische Gemüseverweigerer. Wer nach einem langen Wintertag durchgefroren nach Hause kommt, findet in dieser Suppe den perfekten kulinarischen Trost.

20

35

facile

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Rosenkohls

Beginne damit, den Rosenkohl gründlich zu waschen. Entferne die äußeren welken Blätter und schneide den Strunk am unteren Ende leicht an. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Rosenkohl gleichmäßig gar wird. Schneide dann jeden Kohlkopf halbieren, damit die Aromen besser eindringen können. Lege die vorbereiteten Röschen beiseite.

2. Kartoffeln schälen und würfeln

Schäle die Kartoffeln sorgfältig und schneide sie in gleichmäßige Würfel von etwa zwei Zentimetern Kantenlänge. Die gleichmäßige Größe sorgt dafür, dass alle Stücke zur selben Zeit weich werden. Spüle die Kartoffelwürfel kurz unter kaltem Wasser ab, um überschüssige Stärke zu entfernen. Dies verhindert, dass die Suppe zu dickflüssig wird.

3. Speck anbraten

Schneide den geräucherten Speck in kleine Würfel. Erhitze eine Pfanne ohne zusätzliches Fett und brate die Speckwürfel bei mittlerer Hitze an, bis sie schön knusprig sind und ihr Fett ausgelassen haben. Dieser Schritt dauert etwa fünf bis sieben Minuten. Nimm die knusprigen Speckwürfel mit einem Schaumlöffel heraus und lege sie auf Küchenpapier, damit überschüssiges Fett abtropfen kann. Bewahre etwa zwei Esslöffel des Speckfetts auf.

4. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen

Schäle die Zwiebel und den Knoblauch. Schneide die Zwiebel in feine Würfel und hacke den Knoblauch klein. Erhitze das Olivenöl zusammen mit dem aufbewahrten Speckfett in einem großen Suppentopf. Gib die Zwiebelwürfel hinein und lasse sie bei mittlerer Hitze glasig werden. Das dauert etwa drei Minuten. Füge dann den gehackten Knoblauch hinzu und brate ihn kurz mit an, bis er duftet. Achte darauf, dass der Knoblauch nicht braun wird, sonst schmeckt er bitter.

5. Gemüse in die Brühe geben

Gib nun die halbierten Rosenkohlröschen und die Kartoffelwürfel in den Topf. Rühre alles gut um, damit das Gemüse mit dem aromatischen Fett ummantelt wird. Gieße dann die Gemüsebrühe auf, bis alles gut bedeckt ist. Füge die Thymianzweige hinzu und würze mit einer Prise Muskatnuss (eine fein geriebene Gewürznuss, die eine warme, leicht süßliche Note verleiht). Bringe die Suppe zum Kochen und reduziere dann die Hitze. Lasse alles bei geschlossenem Deckel etwa fünfundzwanzig Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.

6. Suppe teilweise pürieren

Wenn das Gemüse weich ist, nimm etwa ein Drittel der Suppe mit einem Schaumlöffel heraus und stelle es beiseite. Püriere den Rest der Suppe mit einem Pürierstab direkt im Topf, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Gib dann das beiseitegestellte Gemüse wieder zurück in den Topf. So erhältst du eine Suppe, die cremig ist, aber noch schöne Gemüsestücke enthält. Diese Texturmischung macht die Suppe besonders interessant.

7. Sahne einrühren und abschmecken

Gieße die Sahne in die Suppe und rühre sie gut ein. Lasse die Suppe noch zwei bis drei Minuten leicht köcheln, damit sich die Aromen verbinden. Schmecke die Suppe mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer ab. Entferne die Thymianzweige. Die Suppe sollte jetzt eine schöne cremige Konsistenz haben und herrlich nach Winter und Gemütlichkeit duften.

8. Anrichten und servieren

Verteile die heiße Suppe auf vorgewärmte Suppenteller oder tiefe Schalen. Streue die knusprigen Speckwürfel über jede Portion. Du kannst zusätzlich noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer darüber geben und mit einem Klecks Sahne sowie frischen Thymianzweigen dekorieren. Serviere die Suppe sofort, solange sie noch dampfend heiß ist.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Um die Bitterkeit des Rosenkohls zu reduzieren, kannst du die halbierten Röschen vor dem Kochen kurz in kochendem Wasser blanchieren und dann in Eiswasser abschrecken. Dieser zusätzliche Schritt nimmt dem Kohl die Schärfe und macht ihn milder im Geschmack. Außerdem behält der Rosenkohl so seine schöne grüne Farbe. Wenn du die Suppe noch sättigender machen möchtest, kannst du geröstete Brotwürfel als Einlage verwenden. Schneide dafür altbackenes Brot in Würfel, röste sie in etwas Butter mit Knoblauch an und streue sie über die fertige Suppe. Das gibt einen schönen Kontrast zwischen der cremigen Suppe und den knusprigen Croutons.

Passende Weinbegleitung zur winterlichen Rosenkohlsuppe

Zu dieser herzhaften Wintersuppe passt hervorragend ein trockener Weißwein mit guter Säure, der die Cremigkeit der Suppe ausbalanciert. Ein Grauburgunder aus Baden oder der Pfalz ist eine ausgezeichnete Wahl, da er genügend Körper mitbringt, um mit dem geräucherten Speck und der Sahne mitzuhalten. Alternativ harmoniert auch ein Silvaner aus Franken wunderbar mit den erdigen Aromen des Rosenkohls. Wer einen Rotwein bevorzugt, kann zu einem leichten Spätburgunder greifen, der nicht zu tanninreich ist. Für Nicht-Weintrinkerin bietet sich ein dunkles Bier wie ein Schwarzbier oder ein Bockbier an, dessen malzige Süße perfekt mit den Röstaromen des Specks korrespondiert.

Zusätzliche Info

Rosenkohl, auch Brüsseler Kohl genannt, ist ein typisches Wintergemüse, das ursprünglich aus Belgien stammt. Die kleinen Kohlröschen wachsen an einem dicken Stängel und werden traditionell nach dem ersten Frost geerntet, da die Kälte die Bitterstoffe reduziert und den Geschmack milder macht. In der deutschen Küche hat Rosenkohl eine lange Tradition und wird besonders in den Wintermonaten geschätzt. Das Gemüse ist reich an Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffen, was es zu einem wertvollen Bestandteil der winterlichen Ernährung macht. Historisch gesehen wurde Rosenkohl oft als Beilage zu deftigen Fleischgerichten serviert, doch in der modernen Küche findet er immer häufiger seinen Weg in Suppen, Aufläufe und sogar als geröstete Beilage. Die Kombination mit Speck ist ein Klassiker, der die leichte Bitterkeit des Kohls perfekt ausgleicht und ihm eine herzhafte Note verleiht.

Drucken

×
WhatsApp-Gruppe