Fish and Chips gehört zu den kulinarischen Ikonen Großbritanniens und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Dieses traditionelle Gericht vereint knusprig frittierte Fischfilets mit goldgelben Pommes frites und wird klassischerweise mit einer cremigen Remouladensauce serviert. Die Zubereitung mag auf den ersten Blick anspruchsvoll erscheinen, doch mit der richtigen Technik und hochwertigen Zutaten gelingt dieses britische Nationalgericht auch in der heimischen Küche problemlos. Die Kunst liegt dabei im perfekt ausgebackenen Teigmantel, der den Fisch schützt und ihm seine charakteristische Knusperigkeit verleiht, während das Fleisch innen saftig und zart bleibt.
Für authentische Fish and Chips benötigt man einen weißfleischigen Fisch mit festem Fleisch, der beim Frittieren nicht zerfällt. Die Remouladensauce mit ihren feinen Kräutern und eingelegten Gurken bildet den perfekten Kontrast zur Knusprigkeit des frittierten Fischs. Diese Kombination aus verschiedenen Texturen und Aromen macht das Gericht zu einem wahren Genusserlebnis, das Jung und Alt begeistert.
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mittel
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Remouladensauce vorbereiten
Beginnen Sie mit der Zubereitung der Remouladensauce, damit die Aromen Zeit haben, sich zu entfalten. Geben Sie die Mayonnaise in eine Schüssel und fügen Sie den Senf hinzu. Rühren Sie beides gründlich mit einem Schneebesen zusammen, bis eine homogene Masse entsteht. Nun fügen Sie die gehackten Gewürzgurken und Kapern hinzu. Diese sorgen für die typische pikante Note und geben der Sauce ihre charakteristische Textur. Streuen Sie die getrocknete Petersilie, den Dill und den Schnittlauch darüber. Träufeln Sie den Zitronensaft hinzu und würzen Sie mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer nach Geschmack. Rühren Sie alles sorgfältig um und stellen Sie die Sauce abgedeckt in den Kühlschrank, damit sich die Aromen verbinden können.
2.
Schälen Sie die Kartoffeln gründlich und spülen Sie sie unter kaltem Wasser ab. Schneiden Sie die Kartoffeln in gleichmäßige Stifte von etwa 1 bis 1,5 Zentimeter Dicke. Die gleichmäßige Größe ist wichtig, damit alle Pommes frites zur gleichen Zeit fertig werden. Legen Sie die geschnittenen Kartoffeln in eine Schüssel mit kaltem Wasser und lassen Sie sie etwa 15 Minuten einweichen. Dieser Schritt entfernt überschüssige Stärke und sorgt dafür, dass die Pommes später schön knusprig werden. Gießen Sie das Wasser ab und tupfen Sie die Kartoffelstifte gründlich mit Küchenpapier trocken. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn Feuchtigkeit kann beim Frittieren zu gefährlichem Spritzen führen.
3.
Tupfen Sie die Fischfilets mit Küchenpapier trocken und entfernen Sie eventuelle Gräten mit einer Pinzette. Schneiden Sie die Filets in gleichmäßige Portionen von etwa 150 bis 200 Gramm. Würzen Sie die Fischstücke leicht mit Salz und Pfeffer auf beiden Seiten. Legen Sie die vorbereiteten Filets beiseite, während Sie den Teig zubereiten. Der Fisch sollte nicht zu lange gewürzt stehen, da das Salz ihm Feuchtigkeit entziehen würde.
4.
Für den Bierteig, auch Backteig genannt, sieben Sie das Mehl, die Maisstärke, das Backpulver und das Salz in eine große Schüssel. Das Sieben sorgt dafür, dass keine Klümpchen entstehen und der Teig schön luftig wird. Machen Sie in der Mitte eine Mulde und gießen Sie das kalte Bier langsam hinein. Rühren Sie mit einem Schneebesen vom Zentrum nach außen, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Der Teig sollte die Konsistenz von flüssiger Sahne haben und vom Löffel fließen, aber noch eine gewisse Dickflüssigkeit behalten. Falls der Teig zu dick ist, fügen Sie etwas mehr Bier hinzu. Lassen Sie den Teig etwa 10 Minuten ruhen, damit sich das Gluten entspannen kann.
5.
Erhitzen Sie das Pflanzenöl in der Fritteuse auf 160 Grad Celsius. Diese niedrigere Temperatur ist für das Vorfrittieren ideal. Geben Sie die getrockneten Kartoffelstifte portionsweise in das heiße Öl und frittieren Sie sie etwa 5 bis 6 Minuten, bis sie weich sind, aber noch keine Farbe angenommen haben. Dieser erste Frittiervorgang gart die Kartoffeln durch. Heben Sie die Pommes mit einem Schaumlöffel heraus und lassen Sie sie auf Küchenpapier abtropfen. Lassen Sie die Pommes mindestens 10 Minuten ruhen, bevor Sie sie fertig frittieren.
6.
Erhöhen Sie die Temperatur des Öls auf 180 Grad Celsius. Dies ist die ideale Temperatur für knusprigen Fisch. Nehmen Sie ein Fischstück und wenden Sie es zunächst in etwas Mehl, das auf einem Teller bereitliegt. Schütteln Sie überschüssiges Mehl ab und tauchen Sie den Fisch dann vollständig in den Bierteig ein. Lassen Sie überschüssigen Teig abtropfen und legen Sie den Fisch vorsichtig in das heiße Öl. Frittieren Sie maximal zwei Fischstücke gleichzeitig, damit die Temperatur nicht zu stark abfällt. Frittieren Sie den Fisch etwa 5 bis 7 Minuten, bis die Panade goldbraun und knusprig ist. Wenden Sie den Fisch während des Frittierens einmal. Heben Sie den fertigen Fisch mit dem Schaumlöffel heraus und lassen Sie ihn auf Küchenpapier abtropfen. Halten Sie den fertigen Fisch im auf 100 Grad vorgeheizten Backofen warm.
7.
Wenn alle Fischstücke fertig sind, erhöhen Sie die Öltemperatur auf 180 Grad Celsius und geben Sie die vorfrittierten Pommes portionsweise zurück in das heiße Öl. Frittieren Sie sie etwa 2 bis 3 Minuten, bis sie goldgelb und knusprig sind. Heben Sie die fertigen Pommes heraus, lassen Sie sie kurz abtropfen und würzen Sie sie sofort mit etwas Salz. Das Salz haftet am besten, wenn die Pommes noch heiß und leicht fettig sind.
8.
Richten Sie die Fish and Chips auf vorgewärmten Tellern oder traditionell auf Zeitungspapier an. Legen Sie die knusprigen Fischstücke neben die goldgelben Pommes frites. Servieren Sie die Remouladensauce in einem kleinen Schälchen daneben. Garnieren Sie das Gericht mit Zitronenschnitzen, damit jeder Gast seinen Fisch nach Belieben mit frischem Zitronensaft beträufeln kann. Servieren Sie das Gericht sofort, solange alles noch heiß und knusprig ist.
Tipp vom Chefkoch
Für besonders knusprige Fish and Chips ist die richtige Öltemperatur entscheidend. Verwenden Sie unbedingt ein Küchenthermometer, um die Temperatur zu kontrollieren. Wenn das Öl zu kalt ist, saugt sich der Teig mit Fett voll und wird nicht knusprig. Ist es zu heiß, verbrennt die Panade außen, während der Fisch innen noch roh ist. Ein weiterer Profi-Tipp ist die Verwendung von eiskaltem Bier für den Teig, da der Temperaturunterschied zwischen kaltem Teig und heißem Öl für eine besonders knusprige Kruste sorgt. Frittieren Sie außerdem niemals zu viele Stücke gleichzeitig, da dies die Öltemperatur zu stark absenken würde. Lassen Sie zwischen den Frittiervorgängen das Öl wieder auf die richtige Temperatur kommen. Wenn Sie keinen Frittierkorb haben, können Sie auch einen großen Topf verwenden, aber füllen Sie diesen maximal zur Hälfte mit Öl, um ein Überlaufen zu verhindern.
Die perfekte Getränkebegleitung
Zu Fish and Chips passt traditionell ein helles, leichtes Bier, das die Fettigkeit des frittierten Gerichts ausgleicht. Ein Lager oder Pilsner mit seiner frischen, leicht herben Note harmoniert hervorragend mit der knusprigen Panade und dem zarten Fisch. Alternativ empfiehlt sich ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc oder ein Chablis, dessen Säure die Schwere des Gerichts aufhellt.
Für Nicht-Alkoholiker bietet sich ein Zitronenlimonade oder ein alkoholfreies Weizenbier an. Auch ein klassischer schwarzer Tee, wie er in Großbritannien gerne getrunken wird, passt ausgezeichnet zu diesem traditionellen Gericht. Die Gerbstoffe des Tees reinigen den Gaumen zwischen den Bissen und bereiten ihn auf den nächsten vor.
Zusätzliche Info
Fish and Chips entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in England und entwickelte sich schnell zum beliebtesten Fast Food der britischen Arbeiterklasse. Die erste Fish-and-Chips-Bude eröffnete vermutlich in den 1860er Jahren in London. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Fish and Chips als eines der wenigen Lebensmittel nicht rationiert, da die Regierung erkannte, wie wichtig dieses Gericht für die Moral der Bevölkerung war.
Traditionell wurde Fish and Chips in Zeitungspapier eingewickelt serviert, was dem Gericht seinen charakteristischen Charme verlieh. Heute ist dies aus hygienischen Gründen nicht mehr üblich, aber viele Restaurants verwenden speziell bedrucktes, lebensmittelechtes Papier, das wie Zeitungspapier aussieht. In Großbritannien gibt es über 10.000 Fish-and-Chips-Läden, und die Briten verzehren jährlich etwa 167 Millionen Portionen dieses Nationalgerichts.
Der verwendete Fisch war ursprünglich Kabeljau, doch aufgrund von Überfischung werden heute auch Seelachs, Schellfisch oder Seehecht verwendet. Die Remouladensauce ist eine kontinentaleuropäische Variante, während in Großbritannien traditionell Malzessig, Erbsenpüree oder Sauce Tartare serviert wird.



