In deutschen Küchen erobern rosenkohl-bratlinge zunehmend die Herzen ernährungsbewusster Genießer. Diese knusprigen, mundgerechten Köstlichkeiten vereinen den nussigen Geschmack von Rosenkohl mit einer goldbraunen Kruste, die selbst Skeptiker überzeugt. Ursprünglich als clevere Resteverwertung konzipiert, haben sich die kleinen Bratlaibe zu einem eigenständigen Gericht entwickelt, das sowohl als Beilage als auch als Hauptspeise überzeugt. Die Zubereitung erfordert keine Profikenntnisse, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: außen herrlich kross, innen saftig-zart. Perfekt für alle, die Gemüse mal anders genießen möchten.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. rosenkohl vorbereiten
Den tiefgekühlten Rosenkohl nach Packungsanweisung kochen oder in der Mikrowelle garen, bis er vollständig weich ist. Dies dauert etwa 8-10 minuten. Anschließend gründlich abtropfen lassen und überschüssiges Wasser ausdrücken. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Masse später nicht zu feucht wird. Den Rosenkohl in eine große Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken. Die Konsistenz sollte stückig bleiben, nicht zu einem feinen Püree werden. Das bedeutet: einige größere Stücke dürfen ruhig erkennbar bleiben, das gibt den Bratlingen später Struktur.
2.
In einer kleinen Schüssel Knoblauchpulver, Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und getrocknete Petersilie vermischen. Diese Gewürzmischung sorgt für die aromatische Grundlage der Bratlinge. Wer es würziger mag, kann die Menge an Knoblauch oder Pfeffer nach Belieben erhöhen. Die getrockneten Zwiebeln separat bereithalten.
3.
Zu dem zerdrückten Rosenkohl die beiden Eier hinzufügen und gut unterrühren. Die Eier wirken als Bindemittel (substanz, die alle Zutaten zusammenhält). Anschließend die Haferflocken, das Paniermehl, die getrockneten Zwiebeln und die vorbereitete Gewürzmischung hinzugeben. Alles mit den Händen oder einem Löffel gründlich vermengen, bis eine homogene Masse entsteht. Die Konsistenz sollte formbar sein, aber nicht zu nass. Falls die Masse zu feucht erscheint, einfach noch etwas Paniermehl oder Haferflocken ergänzen. Umgekehrt kann bei zu trockener Masse ein Schuss Wasser helfen.
4.
Mit leicht angefeuchteten Händen aus der Masse kleine, flache Laibe formen. Pro Person sollten etwa 3-4 Bratlinge entstehen, also insgesamt 12-16 Stück. Die ideale Größe liegt bei etwa 6-7 zentimeter Durchmesser und 1,5 zentimeter Höhe. Nicht zu dick formen, sonst werden sie innen nicht richtig durch. Die geformten Bratlinge auf einem Teller oder Brett bereitlegen.
5.
In einer großen Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Öl sollte heiß sein, aber nicht rauchen. Die Hälfte der Bratlinge vorsichtig in die Pfanne legen, dabei ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Stücken lassen. Nun von jeder Seite etwa 4-5 minuten braten, bis eine goldbraune, knusprige Kruste entsteht. Nicht zu früh wenden, sonst brechen die Bratlinge auseinander. Ein Zeichen für den richtigen Zeitpunkt ist, wenn sich der Bratling leicht vom Pfannenboden löst.
6.
Die fertigen Bratlinge auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller warmhalten. Das restliche Olivenöl in die Pfanne geben und die zweite Ladung Bratlinge auf die gleiche Weise braten. Wer möchte, kann die Hitze in der letzten Minute leicht erhöhen, um eine besonders knusprige Oberfläche zu erzielen. Alle Bratlinge sollten außen kross und innen durchgegart sein.
Tipp vom Chefkoch
Um besonders knusprige Bratlinge zu erhalten, kann man sie vor dem Braten noch einmal leicht in Paniermehl wälzen. Wer die Bratlinge im Voraus zubereiten möchte, kann sie nach dem Formen auf einem Teller im Kühlschrank bis zu 24 stunden aufbewahren. Dies verbessert sogar die Festigkeit. Alternativ lassen sich die rohen Bratlinge auch einfrieren und bei Bedarf direkt aus dem Gefrierfach in die Pfanne geben, wobei die Bratzeit dann etwas verlängert werden muss. Für eine vegane Variante können die Eier durch 3 esslöffel Leinsamenmehl gemischt mit 6 esslöffel Wasser ersetzt werden.
Passende Getränke zu rosenkohl-bratlingen
Zu diesen herzhaften Bratlingen passen leichte, frische Weißweine besonders gut. Ein trockener Riesling aus der Pfalz oder ein Grauburgunder harmonieren hervorragend mit dem nussigen Aroma des Rosenkohls. Wer Rotwein bevorzugt, sollte zu einem leichten Spätburgunder greifen, der nicht zu tanninhaltig ist. Tannine sind Gerbstoffe im Wein, die einen leicht bitteren Geschmack haben. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles Lagerbier oder ein mildes Pilsner, das die Röstaromen der knusprigen Kruste unterstreicht. Als alkoholfreie Alternative bietet sich ein Apfel–Ingwer-Schorle oder ein Kräutertee an.
Zusätzliche Info
Rosenkohl, auch bekannt als Brüsseler Kohl, stammt ursprünglich aus Belgien und wird seit dem 16. jahrhundert kultiviert. Die kleinen Kohlröschen galten lange als typisches Wintergemüse, das erst nach dem ersten Frost geerntet wurde, da Kälte die Bitterstoffe reduziert und den Geschmack milder macht. In Deutschland erfreut sich Rosenkohl besonders in den Wintermonaten großer Beliebtheit.
Die Idee, aus Rosenkohl Bratlinge zu formen, entstammt der modernen vegetarischen Küche, die traditionelle Fleischgerichte durch kreative Gemüsevarianten ersetzt. Dabei werden die gesundheitlichen Vorteile des Rosenkohls optimal genutzt: Er enthält reichlich Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffe. Die Kombination mit Haferflocken erhöht zusätzlich den Nährwert und sorgt für ein angenehmes Sättigungsgefühl.
In der zeitgenössischen deutschen Küche haben sich Gemüsebratlinge als fester Bestandteil etabliert, wobei rosenkohl-bratlinge durch ihre besondere Textur und den charakteristischen Geschmack hervorstechen. Sie lassen sich vielseitig kombinieren und eignen sich sowohl als Hauptgericht mit Salat als auch als Beilage zu Kartoffelpüree oder Reis.



