In Zeiten, in denen gesunde Ernährung und schnelle Zubereitung immer mehr an Bedeutung gewinnen, erobern Gemüsechips aus dem Airfryer die Küchen im Sturm. Diese knusprige Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips vereint drei farbenfrohe Wurzelgemüse: rote Bete, Süßkartoffel und Pastinake. Was diese Methode besonders macht, ist die Kombination aus minimalem Ölverbrauch und maximaler Knusprigkeit. Der Airfryer, auch Heißluftfritteuse genannt – ein Küchengerät, das mit heißer Luft arbeitet und dadurch frittierten Geschmack ohne viel Fett erzeugt –, verwandelt diese drei Gemüsesorten in nur 10 Minuten in einen gesunden Snack. Die natürliche Süße der Süßkartoffel harmoniert perfekt mit der erdigen Note der roten Bete und der milden Würze der Pastinake. Diese Chips sind nicht nur ein Augenschmaus durch ihre leuchtenden Farben, sondern auch eine Nährstoffbombe voller Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Gemüses
Beginnt damit, alle drei Gemüsesorten gründlich unter fließendem Wasser zu waschen. Die rote Bete, Süßkartoffel und Pastinake müssen von Schmutz befreit werden. Anschließend schält ihr das Gemüse mit einem Sparschäler. Achtet besonders bei der roten Bete darauf, Handschuhe zu tragen, da sie stark färbt. Nach dem Schälen trocknet ihr alle Gemüse mit einem sauberen Küchentuch ab. Dieser Schritt ist wichtig, denn je trockener die Oberfläche, desto knuspriger werden später eure Chips.
2. Gleichmäßiges Schneiden
Nun kommt der entscheidende Schritt für perfekte Chips: das gleichmäßige Schneiden. Mit einer Mandoline – ein Küchengerät mit verstellbarer Klinge zum präzisen Schneiden – schneidet ihr das Gemüse in hauchdünne Scheiben von etwa 2 Millimeter Dicke. Falls ihr keine Mandoline habt, verwendet ein sehr scharfes Messer und schneidet so gleichmäßig wie möglich. Die Dicke ist entscheidend, denn nur gleichmäßige Scheiben werden zur selben Zeit knusprig. Sortiert zu dicke Scheiben aus und verwendet sie für andere Gerichte.
3. Würzen und marinieren
Gebt alle Gemüsescheiben in eine große Schüssel. Träufelt das Olivenöl darüber und vermengt alles vorsichtig mit den Händen. Jede Scheibe sollte einen dünnen Ölfilm haben, aber nicht tropfen. Nun fügt ihr das Meersalz, Paprikapulver, Knoblauchpulver und schwarzen Pfeffer hinzu. Mischt alles gründlich durch, sodass die Gewürze gleichmäßig verteilt sind. Lasst die Mischung etwa 2 Minuten ruhen, damit die Aromen einziehen können.
4. Vorheizen des Airfryers
Heizt euren Airfryer auf 180 Grad Celsius vor. Die meisten Geräte benötigen dafür etwa 3 Minuten. Das Vorheizen ist wichtig, damit die Chips von Anfang an die richtige Temperatur bekommen und gleichmäßig garen. Während der Airfryer vorheizt, könnt ihr die Gemüsescheiben in drei Portionen nach Sorte trennen – das erleichtert später die Kontrolle der Garzeit.
5. Erste Charge im Airfryer
Legt die erste Portion Gemüsechips in den Korb des Airfryers. Wichtig ist, dass die Scheiben sich nicht überlappen, sondern in einer einzigen Schicht liegen. Überfüllte Körbe führen zu ungleichmäßigem Garen. Startet mit der Süßkartoffel, da sie etwas länger braucht. Stellt den Timer auf 10 Minuten. Nach 5 Minuten öffnet ihr den Airfryer und schüttelt den Korb vorsichtig, damit die Chips gleichmäßig gebräunt werden.
6. Weitere Chargen und Kontrolle
Während die erste Charge gart, bereitet ihr die nächsten vor. Die rote Bete und Pastinake benötigen möglicherweise 8 bis 10 Minuten, abhängig von der Dicke. Kontrolliert die Chips regelmäßig in den letzten 2 Minuten, denn der Übergang von perfekt knusprig zu verbrannt geschieht schnell. Die Chips sind fertig, wenn die Ränder leicht gebräunt sind und sie beim Schütteln im Korb rascheln.
7. Abkühlen und nachknuspern
Nehmt die fertigen Chips sofort aus dem Airfryer und legt sie auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Lasst sie etwa 2 Minuten abkühlen. In dieser Zeit werden sie noch knuspriger, da die Restfeuchtigkeit entweicht. Wiederholt den Vorgang mit den restlichen Gemüsesorten. Wenn alle Chips fertig sind, könnt ihr sie nach Belieben noch mit etwas Meersalz nachwürzen.
Tipp vom Chefkoch
Um extra knusprige Chips zu erhalten, tupft die geschnittenen Gemüsescheiben nach dem Würzen nochmals mit Küchenpapier ab. Die Entfernung überschüssiger Feuchtigkeit ist der Schlüssel zur perfekten Textur. Außerdem könnt ihr verschiedene Gewürzmischungen ausprobieren: Rosmarin und Thymian für eine mediterrane Note, Currypulver für exotischen Geschmack oder Chili-Flocken für Schärfe. Bewahrt übrig gebliebene Chips in einer luftdichten Dose auf – sie halten sich bis zu 3 Tage, verlieren aber etwas an Knusprigkeit. Zum Auffrischen könnt ihr sie für 2 Minuten bei 160 Grad im Airfryer erneut erhitzen.
Passende Getränke zu Gemüsechips
Zu diesen bunten Gemüsechips passen erfrischende Getränke besonders gut. Ein gekühlter Weißwein wie ein trockener Riesling oder Sauvignon Blanc harmoniert wunderbar mit der Süße der Süßkartoffel und der Erdigkeit der roten Bete. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, sollte einen hausgemachten Eistee mit Zitrone und Minze oder ein Ingwer-Zitronen-Wasser probieren. Die Frische dieser Getränke gleicht die Würze der Chips perfekt aus. Für gesellige Runden eignet sich auch ein leichtes Craft-Bier oder ein spritziger Apfelschorle. Die natürliche Süße und die knusprige Textur der Chips verlangen nach Getränken, die den Gaumen erfrischen ohne zu dominieren.
Zusätzliche Info
Gemüsechips haben eine überraschend lange Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert experimentierten Köche mit alternativen Chips-Varianten, doch erst mit der Erfindung des Airfryers in den 2000er Jahren wurde die fettarme Zubereitung zu Hause möglich. Die rote Bete stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war bereits bei den Römern bekannt. Ihre intensive Farbe verdankt sie dem Pflanzenfarbstoff Betanin, der auch als natürliches Färbemittel verwendet wird. Die Süßkartoffel hingegen hat ihre Wurzeln in Mittel- und Südamerika und wurde von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht. Sie ist botanisch nicht mit der Kartoffel verwandt, sondern gehört zur Familie der Windengewächse. Die Pastinake war im Mittelalter ein Grundnahrungsmittel in Europa, bevor sie von der Kartoffel verdrängt wurde. Heute erlebt sie ein Revival als nährstoffreiches Wurzelgemüse. Diese drei Gemüsesorten vereinen zusammen ein beeindruckendes Nährstoffprofil: Vitamin A, C, Kalium, Folsäure und Ballaststoffe machen sie zu einem gesunden Snack, der weit mehr bietet als herkömmliche Kartoffelchips.



