Das Osterbrot mit Rosinen gehört zu den traditionellen Backwaren, die in vielen deutschen Haushalten zur Osterzeit auf den Tisch kommen. Dieses süße Hefebrot, das mit aromatischen Rosinen durchzogen ist, begeistert durch seine lockere Krume und seinen zarten Geschmack. Der besondere Milch-Trick, den wir heute vorstellen, sorgt dafür, dass das Osterbrot besonders weich und saftig wird. Dabei wird die Milch auf eine spezielle Weise in den Teig eingearbeitet, was die Haltbarkeit deutlich verlängert und das Brot auch nach mehreren Tagen noch herrlich frisch schmecken lässt. Mit dieser Methode gelingt auch Backanfängern ein perfektes Osterbrot, das Familie und Gäste gleichermaßen begeistern wird.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Die Milch vorbereiten
Erwärmt die Milch in einem kleinen Topf auf etwa 37 Grad. Sie sollte lauwarm sein, nicht heiß, damit die Hefe optimal arbeiten kann. Gebt einen Teelöffel vom abgemessenen Zucker in die Milch und rührt die Trockenhefe ein. Lasst diese Mischung etwa 10 Minuten stehen, bis sich Bläschen bilden. Das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
2. Den Vorteig ansetzen
Gebt 100 Gramm vom Mehl in eine große Rührschüssel und gießt die Hefemilch darüber. Rührt alles zu einem glatten Brei und deckt die Schüssel mit einem Küchentuch ab. Lasst diesen Vorteig (eine Mischung aus Hefe, Flüssigkeit und etwas Mehl, die vor der eigentlichen Teigbereitung angesetzt wird) an einem warmen Ort etwa 15 Minuten gehen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
3. Die Rosinen einweichen
Während der Vorteig ruht, gebt die Rosinen in eine kleine Schüssel und übergießt sie mit heißem Wasser. Lasst sie etwa 10 Minuten einweichen, damit sie schön saftig werden. Anschließend gießt das Wasser ab und tupft die Rosinen mit Küchenpapier trocken. Dieser Schritt verhindert, dass die Rosinen dem Teig Feuchtigkeit entziehen.
4. Den Hauptteig kneten
Gebt das restliche Mehl, den übrigen Zucker, die weiche Butter, das Ei, das Salz, die Zitronenschale und die gemahlene Vanille zum Vorteig. Knetet alles mit der Küchenmaschine oder von Hand etwa 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und leicht glänzen. Arbeitet zum Schluss die vorbereiteten Rosinen vorsichtig unter.
5. Die erste Gehzeit
Formt den Teig zu einer Kugel und legt ihn zurück in die Schüssel. Deckt ihn mit einem feuchten Küchentuch ab und lasst ihn an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen, bis er sich deutlich vergrößert hat. Ein guter Platz ist zum Beispiel der ausgeschaltete Backofen mit eingeschalteter Lampe.
6. Die Form vorbereiten und formen
Fettet die Kastenform gründlich mit Butter ein oder legt sie mit Backpapier aus. Knetet den gegangenen Teig noch einmal kurz durch, um die Luft herauszulassen. Formt ihn zu einem länglichen Laib, der in die Form passt, und legt ihn hinein. Drückt die Oberfläche leicht glatt.
7. Die zweite Gehzeit
Deckt die Form wieder mit dem Küchentuch ab und lasst den Teig weitere 30 Minuten gehen. In dieser Zeit sollte der Teig schön aufgehen und fast den Rand der Form erreichen. Heizt währenddessen den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor.
8. Das Osterbrot backen
Stellt die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens und backt das Brot etwa 45 Minuten. Nach 30 Minuten könnt ihr die Oberfläche mit Alufolie abdecken, falls sie zu dunkel wird. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt und goldbraun aussieht.
9. Das Brot aus der Form lösen
Nehmt das fertige Osterbrot aus dem Ofen und lasst es etwa 10 Minuten in der Form abkühlen. Stürzt es dann vorsichtig auf ein Kuchengitter und lasst es vollständig auskühlen. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Brot nicht schwitzt und die Kruste schön knusprig bleibt.
10. Die Zuckerglasur zubereiten
Verrührt den Puderzucker mit der Milch zu einer glatten, dickflüssigen Glasur. Sie sollte langsam vom Löffel tropfen. Ist sie zu dick, gebt noch etwas Milch hinzu. Ist sie zu dünn, fügt mehr Puderzucker hinzu. Bestreicht das abgekühlte Osterbrot großzügig mit der Glasur und lasst sie fest werden.
Tipp vom Chefkoch
Der entscheidende Milch-Trick für ein besonders weiches Osterbrot liegt im Vorteig. Durch das Ansetzen eines Vorteigs mit der lauwarmen Milch entwickelt die Hefe ihre volle Triebkraft und sorgt für eine besonders lockere Struktur. Die Milch macht den Teig zudem geschmeidiger und verleiht dem Brot eine zarte Krume, die mehrere Tage frisch bleibt. Achtet darauf, dass die Milch wirklich nur lauwarm ist, denn zu heißes Wasser würde die Hefe abtöten. Ein weiterer Tipp ist das Einweichen der Rosinen, wodurch sie saftig bleiben und nicht hart werden beim Backen. Bewahrt das Osterbrot in einem Brotkasten oder in Folie eingewickelt auf, so bleibt es bis zu einer Woche herrlich weich.
Die passende Begleitung zum Osterbrot
Zum Osterbrot mit Rosinen passt hervorragend ein milder Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Besonders empfehlenswert ist ein Ostfriesentee mit Sahne und Kandis, der die Süße des Brotes perfekt ergänzt. Für Kinder eignet sich ein warmer Kakao oder eine heiße Schokolade. Wer es erfrischend mag, kann auch einen Früchtetee mit Zitrone servieren. Zum Osterbrunch harmoniert das Brot auch wunderbar mit einem Glas frisch gepresstem Orangensaft, dessen Säure einen schönen Kontrast zur Süße des Brotes bildet.
Zusätzliche Info
Das Osterbrot hat in Deutschland eine lange Tradition und gehört neben dem Osterzopf zu den beliebtesten Backwaren zur Osterzeit. Ursprünglich wurde es als Festtagsgebäck nur zu besonderen Anlässen gebacken, da Zutaten wie Butter, Eier und Rosinen früher kostbar waren. Die Rosinen symbolisieren dabei Fruchtbarkeit und neues Leben, was perfekt zur Osterzeit passt. In vielen Regionen Deutschlands gibt es unterschiedliche Varianten des Osterbrotes, manche werden mit Mandeln, andere mit Orangeat oder Zitronat verfeinert. Das Besondere an diesem Rezept ist die Verwendung des Milch-Tricks, der das Brot besonders saftig macht. Traditionell wird das Osterbrot am Karsamstag gebacken und am Ostersonntag zum Frühstück serviert. Es eignet sich auch hervorragend als Geschenk für Familie und Freunde. Durch die Glasur erhält es eine festliche Note und sieht auf jeder Ostertafel besonders appetitlich aus.



