Die klassische Kartoffelbeilage hat ausgedient. Immer mehr Ernährungsberater empfehlen eine überraschende Alternative, die nicht nur den Blutzuckerspiegel schont, sondern auch geschmacklich überzeugt: Blumenkohl-Püree. Dieser Low-Carb-Trick erobert derzeit die deutschen Küchen und das aus gutem Grund. Mit nur einem Bruchteil der Kohlenhydrate einer herkömmlichen Kartoffelbeilage bietet das cremige Blumenkohlpüree alle Vorzüge einer sättigenden Beilage, ohne dabei schwer im Magen zu liegen. Die Zubereitung ist kinderleicht, das Ergebnis verblüffend lecker. Wer seinen Speiseplan bewusster gestalten möchte, ohne auf Genuss zu verzichten, findet hier die perfekte Lösung. Das Beste daran: Selbst überzeugte Kartoffelliebhaber werden von der samtigen Konsistenz und dem milden, leicht nussigen Geschmack begeistert sein. Diese Beilage passt hervorragend zu Fleisch, Fisch oder vegetarischen Gerichten und lässt sich nach Belieben verfeinern.
15
20
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Zuerst den Blumenkohl gründlich waschen und in kleine Röschen teilen. Die Röschen sollten etwa gleich groß sein, damit sie gleichmäßig garen. Den Strunk entfernen, da dieser holzig ist und nicht für das Püree verwendet wird. Je kleiner die Röschen geschnitten werden, desto schneller ist die Garzeit.
2.
Einen großen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Das Wasser großzügig salzen, etwa einen Esslöffel auf zwei Liter Wasser. Das Salz hilft dabei, den Geschmack des Blumenkohls zu intensivieren und sorgt für eine bessere Würzung von innen heraus.
3.
Die Blumenkohlröschen in das kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze etwa 15 bis 20 Minuten kochen lassen. Der Blumenkohl ist fertig, wenn er sehr weich ist und sich leicht mit einer Gabel zerdrücken lässt. Dies ist wichtig für eine cremige Konsistenz des Pürees. Ein al dente gegarter Blumenkohl würde zu einem körnigen Püree führen.
4.
Während der Blumenkohl kocht, die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur schmelzen lassen. Die Sahne leicht erwärmen, aber nicht kochen lassen. Warme Flüssigkeiten lassen sich besser in das Püree einarbeiten und sorgen für eine geschmeidigere Textur.
5.
Den gegarten Blumenkohl mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in ein Sieb geben. Gut abtropfen lassen, damit keine überschüssige Flüssigkeit im Püree verbleibt. Ein wässriges Püree wäre die Folge, wenn dieser Schritt übersprungen wird. Den Blumenkohl kurz ausdampfen lassen.
6.
Den abgetropften Blumenkohl in eine große Schüssel geben. Die geschmolzene Butter und die warme Sahne hinzufügen. Mit einem Stabmixer (ein elektrisches Küchengerät zum Pürieren direkt im Topf oder in der Schüssel) alles zu einem glatten, cremigen Püree verarbeiten. Dabei von unten nach oben arbeiten, damit sich alle Zutaten gut vermischen.
7.
Das Püree mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, einer Prise Muskatnuss und dem Knoblauchpulver würzen. Die Muskatnuss verleiht eine feine, leicht süßliche Note, die hervorragend zum Blumenkohl passt. Den geriebenen Parmesan unterrühren, dieser sorgt für zusätzliche Cremigkeit und einen würzigen Geschmack.
8.
Nochmals kurz durchmixen, bis alle Gewürze gleichmäßig verteilt sind. Das Püree bei Bedarf mit etwas mehr Sahne oder Butter verfeinern, falls die gewünschte Konsistenz noch nicht erreicht ist. Das fertige Blumenkohl-Püree sollte cremig, glatt und luftig sein, ähnlich wie ein klassisches Kartoffelpüree.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch intensivere Geschmacksnote den Blumenkohl vor dem Kochen im Ofen rösten. Dafür die Röschen mit etwas Olivenöl beträufeln und bei 200 Grad etwa 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Anschließend wie beschrieben weiterverarbeiten. Das Röstaroma verleiht dem Püree eine besondere Tiefe. Wer es besonders cremig mag, kann einen Esslöffel Frischkäse unterrühren. Für eine vegane Variante Butter durch Olivenöl und Sahne durch Hafersahne ersetzen. Das Püree lässt sich auch hervorragend vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren, vor dem Servieren einfach sanft erwärmen und eventuell etwas Sahne hinzufügen.
Die passende Weinbegleitung
Zum Blumenkohl-Püree als Beilage empfiehlt sich die Weinwahl nach dem Hauptgericht zu richten. Wird das Püree zu hellem Fleisch wie Hähnchen oder Kalb serviert, passt ein fruchtiger Weißwein wie ein Grauburgunder oder ein Chardonnay ausgezeichnet. Die cremige Konsistenz des Pürees harmoniert wunderbar mit der Fülle dieser Weine. Zu kräftigeren Fleischgerichten wie Rind oder Lamm darf es auch ein leichter Rotwein sein, etwa ein Spätburgunder. Für Fischgerichte empfiehlt sich ein trockener Riesling, dessen Säure die Cremigkeit des Pürees perfekt ausbalanciert. Wer eine alkoholfreie Alternative bevorzugt, wählt einen Apfel-Sellerie-Saft, der geschmacklich hervorragend zum Blumenkohl passt.
Zusätzliche Info
Blumenkohl stammt ursprünglich aus Kleinasien und gelangte im 16. Jahrhundert nach Europa. Lange Zeit galt er als Luxusgemüse, das nur an königlichen Höfen serviert wurde. Heute ist er ein beliebtes Alltagsgemüse, das ganzjährig verfügbar ist. Der Low-Carb-Trend hat dem Blumenkohl zu neuer Popularität verholfen. Während 100 Gramm Kartoffeln etwa 15 Gramm Kohlenhydrate enthalten, bringt es Blumenkohl auf gerade einmal 2 Gramm. Gleichzeitig liefert er reichlich Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffe. Ernährungsberater schätzen Blumenkohl besonders wegen seiner Vielseitigkeit und seines geringen glykämischen Index (ein Maß dafür, wie schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt). Das macht ihn ideal für Menschen mit Diabetes oder solche, die ihr Gewicht kontrollieren möchten. In der modernen Küche wird Blumenkohl mittlerweile als Pizzaboden, Reisersatz oder eben als Püree verwendet und beweist damit seine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit.



