Cremiges Chicken Korma wie im Restaurant – mildes Hähnchencurry mit Joghurt & Kokosmilch

Cremiges Chicken Korma wie im Restaurant – mildes Hähnchencurry mit Joghurt & Kokosmilch

In den letzten Jahren hat sich chicken korma zu einem der beliebtesten gerichte in deutschen restaurants entwickelt. Diese milde curryvariation aus der nordindischen küche überzeugt durch ihre cremige konsistenz und ihre ausgewogene würze, die selbst empfindliche gaumen begeistert. Anders als schärfere curryvarianten setzt korma auf eine harmonische komposition aus joghurt, kokosmilch und aromatischen gewürzen, die dem hähnchenfleisch eine besondere zartheit verleihen.

Die zubereitung mag auf den ersten blick komplex erscheinen, doch mit der richtigen anleitung gelingt dieses restaurantgericht problemlos in der heimischen küche. Der schlüssel liegt in der sorgfältigen vorbereitung der gewürzmischung und der geduldigen reduktion der sauce, die dem gericht seine charakteristische sämigkeit verleiht. Das ergebnis ist ein aromatisches hähnchencurry, das sich perfekt mit basmatireis oder naan-brot kombinieren lässt und gäste garantiert beeindruckt.

25

35

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Die cashewkerne in einer kleinen schüssel mit 100 milliliter warmem wasser einweichen und mindestens 15 minuten ziehen lassen. Diese einweichzeit ist wichtig, damit die nüsse später zu einer glatten paste verarbeitet werden können, die der sauce ihre charakteristische cremigkeit verleiht.

2.

Das hähnchenfleisch in mundgerechte würfel von etwa 3 zentimeter schneiden. Achtet darauf, dass die stücke gleichmäßig groß sind, damit sie später gleichmäßig garen. Die hähnchenwürfel in einer schüssel mit 100 gramm joghurt, einer prise salz und einem halben teelöffel kurkuma vermischen und mindestens 10 minuten marinieren lassen.

3.

Die zwiebeln fein würfeln. Knoblauch und ingwer schälen und sehr fein hacken oder mit einer reibe zu einer paste verarbeiten. Je feiner diese zutaten zerkleinert sind, desto harmonischer wird später der geschmack der sauce.

4.

Die eingeweichten cashewkerne mit dem einweichwasser in einem mixer zu einer glatten, cremigen paste pürieren. Diese paste sollte die konsistenz von dicker sahne haben. Falls nötig, noch etwas wasser hinzufügen, um die gewünschte konsistenz zu erreichen.

5.

In einer großen pfanne oder einem breiten topf das ghee bei mittlerer hitze erhitzen. Die zwiebelwürfel darin unter gelegentlichem rühren etwa 8 bis 10 minuten goldbraun braten. Dieser schritt ist entscheidend für die geschmackstiefe des gerichts, denn die karamellisierten zwiebeln – also die durch langsames braten versüßten zwiebeln – bilden die aromatische grundlage.

6.

Die knoblauch-ingwer-paste zu den zwiebeln geben und unter ständigem rühren etwa 2 minuten braten, bis der rohe geruch verfliegt. Anschließend das tomatenmark einrühren und weitere 2 minuten unter rühren braten, bis es seine rohe note verliert und leicht dunkler wird.

7.

Nun alle gewürze hinzufügen: garam masala, die restliche kurkuma, kreuzkümmel, koriander und kardamom. Die gewürze etwa 30 sekunden unter ständigem rühren anrösten, damit sie ihr volles aroma entfalten. Dabei aufpassen, dass sie nicht anbrennen, sonst werden sie bitter.

8.

Die marinierten hähnchenstücke samt marinade in die pfanne geben und bei mittlerer bis hoher hitze unter gelegentlichem wenden etwa 5 minuten anbraten, bis das fleisch außen eine leichte farbe annimmt. Es muss noch nicht durchgegart sein.

9.

Die cashew-paste, die kokosmilch und den restlichen joghurt unterrühren. Alles gut vermischen und zum köcheln bringen. Die hitze reduzieren und die sauce bei niedriger temperatur etwa 15 bis 20 minuten sanft köcheln lassen, bis das hähnchen vollständig durchgegart ist und die sauce eine schön cremige konsistenz erreicht hat.

10.

Die sahne einrühren und mit salz und zucker abschmecken. Der zucker hilft, die säure des joghurts auszugleichen und rundet den geschmack ab. Falls die sauce zu dick geworden ist, kann man noch etwas wasser hinzufügen. Noch 2 bis 3 minuten köcheln lassen, damit sich alle aromen verbinden.

11.

Das korma vom herd nehmen und etwa 5 minuten ruhen lassen, bevor es serviert wird. Diese ruhezeit ermöglicht es den aromen, sich vollständig zu entfalten, und die sauce wird noch etwas sämiger.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch intensivere geschmacksnote können die gewürze kurz vor der verwendung in einer trockenen pfanne ohne fett angeröstet und dann frisch gemahlen werden. Wer eine besonders authentische note erreichen möchte, kann einen esslöffel rosenwasser kurz vor dem servieren unterrühren. Die konsistenz der sauce lässt sich durch die menge der kokosmilch steuern: für eine dickere sauce weniger verwenden, für eine dünnere entsprechend mehr. Das korma schmeckt übrigens am nächsten tag oft noch besser, da die gewürze über nacht richtig durchziehen können.

Passende getränke zum chicken korma

Zu diesem milden, cremigen curry passt hervorragend ein halbtrockener riesling aus der pfalz oder ein gewürztraminer aus dem elsass, deren fruchtige süße die gewürze wunderbar ergänzt. Die leichte restsüße dieser weine harmoniert perfekt mit der cremigkeit des kormas und mildert die würze ab.

Wer bier bevorzugt, sollte zu einem hellen lager oder einem weizenbier greifen, deren malzige süße gut mit den aromen des currys korrespondiert. Alkoholfreie alternativen sind ein gekühlter mango-lassi, der traditionell zu indischen gerichten gereicht wird, oder ein frisch aufgebrühter masala chai, der die gewürznoten des gerichts aufgreift.

Zusätzliche Info

Chicken korma stammt ursprünglich aus der mogul-küche nordindiens und pakistans, die im 16. jahrhundert unter den mogul-herrschern ihre blütezeit erlebte. Der name korma leitet sich vom urdu-wort für schmoren oder dämpfen ab und beschreibt die besondere zubereitungsmethode, bei der fleisch in joghurt mariniert und dann langsam in einer cremigen sauce gegart wird.

Im gegensatz zu vielen anderen currys, die mit kokosmilch und chili eine südindische herkunft verraten, setzt korma auf die kombination von joghurt, sahne und nüssen. Diese zutaten waren in den königlichen küchen der mogul-paläste reichlich vorhanden und verliehen den gerichten ihre charakteristische cremigkeit. Traditionell wurde korma mit lamm oder ziege zubereitet, doch die hähnchenvariante hat sich weltweit als die beliebteste durchgesetzt.

Die milde würzung macht korma zu einem idealen einstiegsgericht für menschen, die sich an die indische küche herantasten möchten, ohne von scharfen chilis überfordert zu werden. In restaurants wird es häufig als klassisches komfortgericht angeboten, das durch seine ausgewogenheit zwischen würze und cremigkeit überzeugt.

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