Franzbrötchen selbst backen: Mit diesem einfachen Rezept gelingt es sofort

Franzbrötchen selbst backen: Mit diesem einfachen Rezept gelingt es sofort

Die Franzbrötchen gehören zu den kulinarischen Wahrzeichen Hamburgs und erfreuen sich weit über die Stadtgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Diese zimtigen Hefeteigspezialitäten mit ihrer charakteristischen Form und dem buttrigen Geschmack lassen sich mit diesem unkomplizierten Rezept auch zu Hause problemlos zubereiten. Selbst Backanfänger werden mit dieser Anleitung schnell zum Erfolg kommen und ihre Familie mit frisch gebackenen Franzbrötchen begeistern können.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Den hefeteig vorbereiten

Erwärmt zunächst die milch in einem kleinen topf auf etwa 37 grad celsius. Diese temperatur ist wichtig, damit die hefe optimal arbeiten kann. Gebt das mehl in eine große schüssel und formt in der mitte eine mulde. Streut die trockenhefe hinein und fügt zwei esslöffel vom zucker sowie die lauwarme milch hinzu. Verrührt alles kurz und lasst diesen vorteig eine erste mischung aus hefe, flüssigkeit und mehl, die die hefe aktiviert für etwa 10 minuten ruhen, bis sich kleine bläschen bilden.

2. Den hauptteig kneten

Fügt nun 50 gramm weiche butter, eine prise salz, den vanillezucker und den restlichen zucker zum vorteig hinzu. Knetet alles zusammen zu einem glatten, geschmeidigen teig. Dies dauert etwa 8 bis 10 minuten mit der hand oder 5 minuten mit der küchenmaschine. Der teig sollte sich vom schüsselrand lösen und nicht mehr kleben. Deckt die schüssel mit einem sauberen küchentuch ab und lasst den teig an einem warmen ort für etwa 60 minuten gehen, bis er sein volumen verdoppelt hat.

3. Die zimtfüllung herstellen

Während der teig ruht, bereitet ihr die füllung vor. Vermischt 50 gramm zucker mit dem zimt in einer kleinen schüssel. Lasst die restlichen 100 gramm butter bei raumtemperatur weich werden, damit sie sich später gut verstreichen lässt. Diese mischung verleiht den franzbrötchen ihren charakteristischen geschmack.

4. Den teig ausrollen und füllen

Sobald der teig aufgegangen ist, drückt ihr ihn vorsichtig zusammen und rollt ihn auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche zu einem rechteck von etwa 40 x 30 zentimetern aus. Bestreicht die gesamte fläche gleichmäßig mit der weichen butter und streut die zimt-zucker-mischung darüber. Achtet darauf, dass die füllung bis zu den rändern verteilt wird.

5. Die franzbrötchen formen

Rollt den teig von der langen seite her fest auf, sodass eine lange rolle entsteht. Schneidet diese rolle mit einem scharfen messer in etwa 12 gleichmäßige scheiben. Legt jede scheibe auf ein mit backpapier ausgelegtes blech. Nun kommt der typische schritt: drückt mit einem kochlöffelstiel oder einem essstäbchen mittig in jede scheibe, sodass die charakteristische form entsteht. Die ränder klappen dabei nach oben.

6. Das finale gehen lassen

Lasst die geformten franzbrötchen nochmals 20 minuten abgedeckt ruhen. Heizt währenddessen den backofen auf 200 grad celsius ober- und unterhitze vor. Diese zweite gehzeit sorgt dafür, dass die franzbrötchen schön luftig werden.

7. Backen und fertigstellen

Schiebt das blech in den vorgeheizten ofen auf mittlerer schiene und backt die franzbrötchen für 18 bis 20 minuten, bis sie goldbraun sind. Nehmt sie aus dem ofen und lasst sie auf einem kuchengitter abkühlen. Wer möchte, kann sie noch warm mit etwas puderzucker bestäuben.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Verwendet unbedingt zimmerwarme butter für den teig, damit sie sich besser verarbeiten lässt. Wenn ihr die franzbrötchen am nächsten tag genießen möchtet, erwärmt sie kurz bei 150 grad im ofen – so schmecken sie wieder wie frisch gebacken. Ein kleiner trick für besonders knusprige franzbrötchen: besprüht sie vor dem backen leicht mit wasser. Ihr könnt auch gehackte mandeln oder hagelzucker über die zimtfüllung streuen, bevor ihr den teig aufrollt.

Die perfekte begleitung

Zu frisch gebackenen franzbrötchen passt hervorragend ein kräftiger filterkaffee oder ein cappuccino espresso mit aufgeschäumter milch. Die röstaromen des kaffees harmonieren wunderbar mit den zimtnoten des gebäcks. Für kinder oder kaffee-abstinente empfiehlt sich ein heißer kakao oder eine vanillemilch. Auch ein milder schwarztee mit einem schuss milch bildet eine gelungene kombination. Am wochenende darf es auch gerne ein glas frisch gepresster orangensaft sein, dessen säure einen schönen kontrast zur süße der franzbrötchen bildet.

Zusätzliche Info

Das franzbrötchen entstand vermutlich im 19. jahrhundert in hamburg und hat seinen ursprung möglicherweise in einer fehlgeschlagenen croissant-produktion. Französische bäcker sollen versucht haben, croissants herzustellen, doch das ergebnis wurde flacher und mit zimt verfeinert – so entstand diese norddeutsche spezialität. Der name leitet sich von franzbrot ab, einer alten bezeichnung für französisches weißbrot.

Traditionell werden franzbrötchen zum frühstück oder zur kaffeezeit genossen. In hamburg findet man sie in nahezu jeder bäckerei, und jede hat ihr eigenes geheimrezept. Manche verwenden zusätzlich kardamom, andere fügen rosinen hinzu. Die charakteristische form mit der eingedrückten mitte ist das erkennungszeichen dieser gebäckspezialität und sorgt dafür, dass die zimtfüllung beim backen karamellisiert.

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