Die herzhafte Möhren-Zucchini-Tarte mit Cashewcreme erobert derzeit die vegane Küche im Sturm. Dieses Gericht vereint knusprigen Mürbeteig mit einer samtigen Cashew-Füllung und frischem Gemüse zu einem wahren Geschmackserlebnis. Die Kombination aus goldgelben Möhren und zarten Zucchini verleiht der Tarte nicht nur optisch einen besonderen Reiz, sondern sorgt auch für eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung. Was diese Tarte besonders macht, ist ihre Vielseitigkeit – sie schmeckt warm aus dem Ofen ebenso gut wie lauwarm zum Picknick. Der Mürbeteig wird durch eine spezielle Technik besonders knusprig, während die Cashewcreme eine überraschend cremige Konsistenz entwickelt, die an klassische Quiche-Füllungen erinnert. Perfekt für alle, die pflanzliche Küche lieben oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchten.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Mürbeteig vorbereiten
Zuerst bereiten wir den Boden vor, der später schön knusprig werden soll. Das Dinkelmehl mit dem Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die kalte vegane Butter in kleine Würfel schneiden und zum Mehl geben. Nun mit den Fingerspitzen die Butter ins Mehl einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Diese Technik nennt man Sablieren, was bedeutet, dass die Masse wie Sand aussehen soll. Das kalte Wasser esslöffelweise hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verkneten. Wichtig ist, nicht zu lange zu kneten, sonst wird der Teig zäh. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Ruhezeit ist entscheidend für die spätere Knusprigkeit.
2. Cashewcreme herstellen
Während der Teig ruht, kümmern wir uns um die cremige Füllung. Die Cashewkerne in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Mindestens 15 Minuten einweichen lassen, damit sie weich werden. Das Wasser abgießen und die Cashews gründlich abspülen. Nun kommen alle Zutaten für die Creme in den Hochleistungsmixer: die eingeweichten Cashews, Pflanzenmilch, Hefeflocken, Zitronensaft, Knoblauchpulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss. Alles auf höchster Stufe etwa 2 bis 3 Minuten mixen, bis eine absolut glatte und cremige Masse entsteht. Die Konsistenz sollte an dicke Sahne erinnern. Bei Bedarf noch etwas Pflanzenmilch hinzufügen. Die fertige Creme beiseite stellen.
3. Gemüse vorbereiten
Jetzt widmen wir uns dem bunten Gemüse. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden, etwa 3 bis 4 mm dick. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und ebenfalls in gleichmäßige Scheiben schneiden. Für ein schönes Ergebnis sollten alle Scheiben ungefähr die gleiche Dicke haben. Das Gemüse in einer Schüssel mit dem Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer vermengen. Die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und zum Gemüse geben. Alles gut durchmischen, damit jede Scheibe mit Öl und Gewürzen benetzt ist.
4. Tarteboden ausrollen und vorbacken
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen. Der Teigkreis sollte etwas größer als die Tarteform sein. Den Teig vorsichtig in die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Tarteform legen und gut andrücken. Den überstehenden Rand mit einem Messer abschneiden. Mit einer Gabel mehrmals in den Boden stechen, damit sich keine Blasen bilden. Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Backerbsen beschweren. Diese Technik nennt man Blindbacken, sie verhindert, dass der Boden sich während des Backens aufwölbt. Den Boden etwa 15 Minuten vorbacken, dann die Backerbsen und das Papier entfernen.
5. Tarte füllen und fertig backen
Nun kommt der spannende Teil: das Zusammensetzen. Die Cashewcreme gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Mit einem Löffel oder Spatel glatt streichen. Jetzt die Gemüsescheiben dekorativ auf der Creme anordnen. Du kannst sie in Reihen legen oder in einem schönen Muster anordnen – hier darfst du kreativ werden. Achte darauf, dass die Scheiben sich leicht überlappen, das gibt später ein schönes Aussehen. Die gefüllte Tarte für weitere 30 bis 35 Minuten backen, bis die Creme fest geworden ist und das Gemüse an den Rändern leicht gebräunt ist. Die Tarte sollte in der Mitte nicht mehr wackeln. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, bevor du sie aus der Form löst. So kann die Füllung fest werden und die Tarte lässt sich besser schneiden.
Tipp vom Chefkoch
Für extra Knusprigkeit den Tarteboden nach dem Vorbacken mit etwas Senf oder Tomatenmark bestreichen, bevor die Cashewcreme hinzukommt. Diese dünne Schicht bildet eine Barriere und verhält, dass der Boden durchweicht. Die Cashews kannst du auch über Nacht in kaltem Wasser einweichen, dann wird die Creme noch cremiger. Falls kein Hochleistungsmixer vorhanden ist, die Cashews länger einweichen und mehrmals mixen, zwischendurch die Seiten abkratzen. Für eine intensivere Färbung der Creme mehr Kurkuma verwenden. Das Gemüse lässt sich auch variieren: Auberginen, Paprika oder Süßkartoffeln passen hervorragend. Die Tarte schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Aromen Zeit hatten zu verschmelzen.
Weinbegleitung zur herzhaften Tarte
Zu dieser aromatischen Möhren-Zucchini-Tarte empfiehlt sich ein trockener Weißwein mit guter Säurestruktur. Ein Grüner Veltliner aus Österreich harmoniert wunderbar mit der cremigen Cashew-Füllung und bringt pfeffrige Noten mit, die das Gemüse unterstreichen. Alternativ passt ein Chardonnay ohne Holzausbau, der fruchtige Frische mitbringt. Für Rotwein-Liebhaber ist ein leichter Pinot Noir eine ausgezeichnete Wahl, dessen erdige Aromen die Röstaromen des Gemüses betonen. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, sollte einen Kombucha mit Ingwer oder einen kalt aufgebrühten Rooibos-Tee mit Zitrone probieren. Diese Getränke bringen eigene Komplexität mit und ergänzen die würzige Note der Tarte perfekt.
Zusätzliche Info
Die herzhafte Tarte hat ihre Wurzeln in der französischen Küche, wo die Quiche seit Jahrhunderten ein Klassiker ist. Die vegane Variante mit Cashewcreme ist eine moderne Interpretation, die in den letzten Jahren besonders in der pflanzlichen Küche populär wurde. Cashewkerne stammen ursprünglich aus Brasilien und wurden im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern nach Afrika und Indien gebracht. Heute sind sie ein Grundpfeiler der veganen Küche, da sie durch ihren hohen Fettgehalt und ihre cremige Konsistenz perfekt als Ersatz für Milchprodukte dienen. Die Kombination mit Hefeflocken, die einen käsigen Geschmack verleihen, macht die Cashewcreme zu einem vollwertigen Ersatz für Eiercreme. Möhren und Zucchini sind beide reich an Antioxidantien und liefern wichtige Vitamine. Diese Tarte vereint also kulinarische Tradition mit modernen Ernährungstrends und zeigt, dass pflanzliche Küche keineswegs auf Genuss verzichten muss.



