Oster-Hefezopf mit Mandeln und Rosinen: Das Rezept von Johann Lafer zum Nachbacken

Oster-Hefezopf mit Mandeln und Rosinen: Das Rezept von Johann Lafer zum Nachbacken

Der Oster-Hefezopf mit Mandeln und Rosinen nach Johann Lafer zählt zu den traditionellen Gebäcken, die auf keinem österlichen Frühstückstisch fehlen dürfen. Dieses geflochtene Hefegebäck vereint fluffigen Teig mit der süßen Note von Rosinen und dem knackigen Biss gehobelter Mandeln. Ein Hefezopf ist ein aus mehreren Teigsträngen geflochtenes Gebäck, das durch seine besondere Form und Konsistenz besticht.

Johann Lafer, einer der renommiertesten Köche Deutschlands, hat seine Version dieses Klassikers perfektioniert. Die Kombination aus Butter, Milch und Eiern sorgt für eine besonders zarte Krume, während die Rosinen fruchtige Akzente setzen. Mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen gelingt dieser festliche Zopf auch in der heimischen Küche. Die goldbraune Kruste und der verführerische Duft machen ihn zum Mittelpunkt jeder Ostertafel.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Hefeteig vorbereiten

Die lauwarme Milch in eine kleine Schüssel geben und die frische Hefe hineinbröckeln. Einen Teelöffel Zucker hinzufügen und alles gut verrühren, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Diese Mischung etwa 10 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen, bis sie leicht schäumt. Das Schäumen zeigt, dass die Hefe aktiv ist und der Teig gut aufgehen wird.

2. Hauptteig kneten

Das Mehl in eine große Schüssel oder die Küchenmaschine geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefemilch hineingießen. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in kleinen Stücken, die beiden Eier, eine Prise Salz und die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen. Alle Zutaten zunächst mit einer Gabel vermischen, dann mit den Knethaken der Küchenmaschine oder von Hand etwa 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verarbeiten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und leicht glänzen.

3. Rosinen einarbeiten

Die Rosinen in ein Sieb geben und kurz unter lauwarmem Wasser abspülen. Mit Küchenpapier gut abtupfen, damit sie nicht zu feucht sind. Die Rosinen auf die Arbeitsfläche geben und den Hefeteig darüber ausbreiten. Nun den Teig mehrfach falten und kneten, bis die Rosinen gleichmäßig verteilt sind. Darauf achten, dass keine Rosinennester entstehen, sondern eine harmonische Verteilung erreicht wird.

4. Teig ruhen lassen

Den Teig zu einer Kugel formen und zurück in die leicht gefettete Schüssel legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort etwa 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich verdoppelt hat. Die Gehzeit ist entscheidend für die luftige Konsistenz des fertigen Zopfes. Ein guter Platz ist beispielsweise in der Nähe der Heizung oder im leicht vorgewärmten Backofen bei ausgeschalteter Hitze.

5. Teig teilen und Stränge formen

Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, um die Luft herauszulassen. Den Teig in drei gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 35 bis 40 Zentimeter langen Strang rollen. Die Stränge sollten in der Mitte etwas dicker sein und zu den Enden hin schmaler werden, damit der Zopf später eine schöne Form erhält.

6. Zopf flechten

Die drei Teigstränge nebeneinander auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und die oberen Enden fest zusammendrücken. Nun beginnen, einen klassischen Dreier-Zopf zu flechten: Den rechten Strang über den mittleren legen, dann den linken Strang über den neuen mittleren Strang. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Stränge komplett verflochten sind. Die unteren Enden ebenfalls fest zusammendrücken und beide Enden unter den Zopf schieben, damit eine saubere Form entsteht.

7. Zweite Gehphase

Den geflochtenen Hefezopf erneut mit einem Küchentuch abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit sollte der Zopf nochmals merklich an Volumen zunehmen und sich weich und luftig anfühlen. Den Backofen bereits auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

8. Zopf glasieren und belegen

Das Eigelb mit einem Esslöffel Wasser verquirlen. Den Hefezopf vorsichtig mit dieser Mischung bestreichen, dabei darauf achten, dass die gesamte Oberfläche gleichmäßig benetzt wird. Die gehobelten Mandeln großzügig über den Zopf streuen und leicht andrücken. Anschließend den Hagelzucker darüber verteilen, der für eine knusprige, süße Kruste sorgt.

9. Backen

Das Backblech mit dem Hefezopf auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Den Zopf etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis er eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat. Die Klopfprobe hilft zu prüfen, ob der Zopf durchgebacken ist: Auf die Unterseite klopfen, sie sollte hohl klingen. Falls der Zopf zu dunkel wird, kann er mit Alufolie abgedeckt werden.

10. Auskühlen und servieren

Den fertigen Hefezopf aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Erst wenn er Raumtemperatur erreicht hat, mit Puderzucker bestäuben. So entfaltet sich das volle Aroma und die Konsistenz ist perfekt. Der Zopf kann nun in dicke Scheiben geschnitten und serviert werden.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Um besonders fluffige Ergebnisse zu erzielen, sollte die Butter wirklich weich, aber nicht geschmolzen sein. Alle Zutaten auf Raumtemperatur bringen, bevor man mit der Teigbereitung beginnt. Wer mag, kann die Rosinen vorab in etwas Rum oder Orangensaft einweichen und gut abtropfen lassen, das verleiht zusätzliches Aroma. Der Hefezopf lässt sich hervorragend einfrieren: Nach dem Backen und vollständigen Auskühlen in Gefrierbeutel verpacken und bei Bedarf bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Passende Getränke zum Oster-Hefezopf

Zum Oster-Hefezopf harmonieren besonders gut klassische Frühstücksgetränke wie frisch aufgebrühter Kaffee oder aromatischer Schwarztee. Ein Cappuccino mit feinem Milchschaum unterstreicht die butterige Note des Gebäcks perfekt. Für Teeliebhaber empfiehlt sich ein milder Darjeeling oder ein fruchtiger Früchtetee mit Orangennoten.

Zu festlichen Anlässen passt auch ein Glas Prosecco oder ein süßer Dessertwein wie Moscato d’Asti hervorragend. Kinder freuen sich über frisch gepressten Orangensaft oder heiße Schokolade. Die Kombination aus süßem Hefeteig und aromatischen Heißgetränken ist ein Klassiker der österlichen Kaffeetafel.

Zusätzliche Info

Der Hefezopf hat eine lange Tradition in der mitteleuropäischen Backkultur und ist besonders zu Ostern ein Symbol für Fruchtbarkeit und Neuanfang. Die geflochtene Form soll an verschlungene Haare erinnern und wurde ursprünglich als Opfergabe gebacken. Johann Lafer, geboren 1957 in der Steiermark, hat sich als Fernsehkoch und Restaurantbesitzer einen Namen gemacht und zahlreiche traditionelle Rezepte modern interpretiert.

Seine Version des Oster-Hefezopfes zeichnet sich durch die ausgewogene Balance zwischen Süße und Butteraroma aus. Die Zugabe von Zitronenschale verleiht dem Gebäck eine frische Note, die perfekt zu den süßen Rosinen passt. In Österreich und Süddeutschland gehört der Hefezopf zum festen Bestandteil des Osterfrühstücks. Historisch wurde er oft mit bunten Eiern dekoriert, die in den Teig eingearbeitet wurden, bevor er gebacken wurde.

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