Rosenkohl-Kartoffelpfanne: Wenige Zutaten, voller Genuss

Rosenkohl-Kartoffelpfanne: Wenige Zutaten, voller Genuss

In der kalten Jahreszeit sehnen wir uns nach einfachen, wärmenden Gerichten, die ohne großen Aufwand auf den Tisch kommen. Die rosenkohl-kartoffelpfanne vereint genau diese Eigenschaften: mit nur wenigen Zutaten entsteht ein vollwertiges, aromatisches Gericht, das satt und zufrieden macht. Rosenkohl, oft unterschätzt, entwickelt beim Braten eine angenehme Süße und harmoniert perfekt mit den erdigen Kartoffeln. Diese Pfanne beweist eindrucksvoll, dass gute Küche keine endlose Zutatenliste benötigt. Stattdessen kommt es auf die richtige Zubereitung und das Zusammenspiel der Komponenten an. Wer bisher dachte, Rosenkohl sei langweilig, wird hier eines Besseren belehrt. Die knusprigen Außenseiten der kleinen Kohlköpfe bilden einen herrlichen Kontrast zu den weichen Kartoffelstücken. Mit wenigen Handgriffen und etwas Geduld beim Anbraten entsteht so ein Gericht, das sowohl als Beilage als auch als Hauptspeise überzeugt.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung des rosenkohls

Beginnt damit, den rosenkohl gründlich zu waschen und die äußeren, welken blätter zu entfernen. Schneidet anschließend den strunk (das harte ende am boden des kohlkopfes) knapp ab, aber nicht zu viel, damit die blätter zusammenhalten. Halbiert nun jeden rosenkohlkopf der länge nach. Dieser schritt ist wichtig, denn die schnittflächen werden später schön karamellisieren und dem gemüse eine herrliche röstaromatik verleihen. Legt die halbierten kohlköpfe beiseite.

2. kartoffeln vorbereiten

Schält die kartoffeln und schneidet sie in etwa zwei zentimeter große würfel. Achtet darauf, dass die stücke ungefähr gleich groß sind, damit sie gleichmäßig garen. Spült die kartoffelwürfel kurz unter kaltem wasser ab, um überschüssige stärke zu entfernen. Dies verhindert, dass sie beim braten zu stark aneinander kleben. Tupft sie anschließend mit einem sauberen küchentuch trocken.

3. knoblauch vorbereiten

Schält die knoblauchzehen und schneidet sie in dünne scheiben. Ihr könnt den knoblauch auch fein hacken, wenn ihr ein intensiveres aroma bevorzugt. Die scheiben haben jedoch den vorteil, dass sie sich beim braten gleichmäßiger verteilen und nicht so schnell verbrennen.

4. kartoffeln anbraten

Erhitzt zwei esslöffel olivenöl in einer großen pfanne bei mittlerer bis hoher hitze. Gebt die kartoffelwürfel hinein und verteilt sie gleichmäßig in der pfanne. Jetzt heißt es: geduld haben! Lasst die kartoffeln etwa acht bis zehn minuten braten, ohne sie ständig zu bewegen. Nur so können sich die gewünschten röstaromen entwickeln. Wendet die kartoffeln erst, wenn sie an der unterseite goldbraun und knusprig sind. Bratet sie von allen seiten an, bis sie rundherum eine schöne farbe haben. Würzt mit salz und pfeffer.

5. rosenkohl hinzufügen

Schiebt nun die kartoffeln an den rand der pfanne und gebt die restlichen zwei esslöffel olivenöl in die mitte. Legt die rosenkohlhälften mit der schnittfläche nach unten in die pfanne. Auch hier gilt: nicht zu früh wenden! Lasst den rosenkohl etwa fünf bis sechs minuten braten, bis die schnittflächen eine schöne goldbraune färbung und leichte röststellen aufweisen. Dieser schritt ist entscheidend für den geschmack des gerichts.

6. gemeinsam weitergaren

Wendet nun den rosenkohl vorsichtig und vermengt ihn mit den kartoffeln. Gebt die knoblauchscheiben hinzu und lasst alles zusammen etwa zwei minuten braten, bis der knoblauch duftet. Achtet darauf, dass er nicht verbrennt, da er sonst bitter wird. Reibt eine prise muskatnuss über das gemüse – diese würze harmoniert wunderbar mit rosenkohl und verleiht dem gericht eine besondere note.

7. ablöschen und fertiggaren

Gießt nun die gemüsebrühe in die pfanne. Sie wird sofort zischen und verdampfen – das ist normal und gewünscht. Die brühe löst die röstaromen vom pfannenboden (dieser vorgang wird als deglacieren bezeichnet) und verbindet sich mit dem gemüse. Reduziert die hitze auf mittlere stufe, deckt die pfanne mit einem deckel ab und lasst alles etwa zehn bis zwölf minuten köcheln. Der rosenkohl sollte bissfest, aber nicht mehr roh sein. Die kartoffeln müssen vollständig durchgegart sein – prüft dies mit einem messer.

8. finish mit butter

Nehmt den deckel ab und lasst die restliche flüssigkeit bei erhöhter hitze verdampfen, falls noch welche vorhanden ist. Gebt zum schluss die butter hinzu und schwenkt die pfanne, sodass sie schmilzt und sich gleichmäßig verteilt. Die butter verleiht dem gericht einen seidigen glanz und rundet den geschmack ab. Schmeckt noch einmal mit salz und frisch gemahlenem pfeffer ab. Euer rosenkohl-kartoffelpfanne ist nun servierfertig!

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr den rosenkohl noch aromatischer gestalten möchtet, könnt ihr ihn vor dem braten halbieren und die schnittflächen leicht mit honig bestreichen. beim anbraten karamellisiert der honig und verleiht eine dezente süße, die perfekt zur natürlichen bitternote des kohls passt. alternativ funktionieren auch ahornsirup oder balsamico-essig hervorragend. ein weiterer tipp: gebt am ende geröstete pinienkerne oder gehackte walnüsse über das gericht – sie sorgen für zusätzlichen biss und nussige aromen. falls ihr vegetarier seid und mehr protein wünscht, passt gebratener tofu oder feta-käse ausgezeichnet zu dieser pfanne.

weinempfehlung für die rosenkohl-kartoffelpfanne

Zu diesem erdigen, leicht bitteren gericht empfiehlt sich ein weißer burgunder oder ein grauburgunder aus Deutschland. diese weine besitzen genügend körper, um mit den röstaromen zu harmonieren, ohne das gemüse zu überdecken. ihre frische säure schneidet durch die butter und bringt die aromen des rosenkohls zur geltung.

Wer lieber rotwein trinkt, greift zu einem leichten spätburgunder (pinot noir), der nicht zu tanninreich ist. seine fruchtigen noten und die seidige textur passen wunderbar zur nussigen note der gebratenen kartoffeln.

Für liebhaber von bier bietet sich ein helles lagerbier oder ein kellerbier an. die malzige süße des bieres harmoniert mit den karamellisierten gemüsearomen und erfrischt den gaumen zwischen den bissen.

Zusätzliche Info

Der rosenkohl, auch brüsseler kohl genannt, stammt ursprünglich aus belgien, wo er bereits im 16. jahrhundert kultiviert wurde. sein name verweist auf die hauptstadt brüssel, in deren umgebung er besonders häufig angebaut wurde. in deutschland gewann er erst im 19. jahrhundert an popularität.

Interessanterweise ist rosenkohl eine züchtung aus dem wildkohl und gehört zur familie der kreuzblütler. die kleinen kohlköpfchen wachsen spiralförmig an einem hohen strunk und werden traditionell nach dem ersten frost geerntet. die kälte wandelt einen teil der stärke in zucker um, was dem rosenkohl seine charakteristische süße verleiht und die bitterstoffe mildert.

In der deutschen küche wurde rosenkohl lange zeit nur gekocht serviert, oft als beilage zu deftigen fleischgerichten. moderne zubereitungsarten wie das braten oder rösten haben dem gemüse jedoch zu neuer beliebtheit verholfen. durch das anbraten entwickeln sich röstaromen und eine angenehme karamellnote, die viele menschen, die rosenkohl bisher ablehnten, überzeugen kann.

Ernährungsphysiologisch ist rosenkohl ein wahres kraftpaket: er enthält viel vitamin c, vitamin k, folsäure und ballaststoffe. zudem liefert er sekundäre pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und das immunsystem stärken können.

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