Airfryer-Gyros mit Tzatziki: Knusprig mariniert wie vom griechischen Grill

Airfryer-Gyros mit Tzatziki: Knusprig mariniert wie vom griechischen Grill

Die griechische Küche erobert seit Jahren die Herzen der Feinschmecker weltweit, und das aus gutem Grund. Saftige Gyros-Streifen, die traditionell am vertikalen Drehspießgrill zubereitet werden, gehören zu den beliebtesten Spezialitäten aus Hellas. Doch was, wenn man diese mediterrane Köstlichkeit zu Hause nachkochen möchte, ohne einen professionellen Grill zu besitzen? Die Lösung liegt in der modernen Heißluftfritteuse, die knusprige Ergebnisse mit deutlich weniger Fett liefert. Diese Zubereitung kombiniert die authentischen Aromen der griechischen Straßenküche mit der Bequemlichkeit zeitgemäßer Küchengeräte. Das selbstgemachte Tzatziki rundet das Gericht perfekt ab und verleiht ihm die erfrischende Note, die an sonnige Tage am Mittelmeer erinnert.

30

25

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Marinade

Beginnen Sie mit der Herstellung der aromatischen Marinade, die dem Fleisch seinen authentischen Geschmack verleiht. Schälen Sie die Knoblauchzehen und pressen Sie sie durch eine Knoblauchpresse oder hacken Sie sie sehr fein. In einer großen Schüssel vermischen Sie das Olivenöl mit dem frisch gepressten Zitronensaft. Fügen Sie den gehackten Knoblauch, den getrockneten Oregano, das Paprikapulver, den gemahlenen Kreuzkümmel und den Thymian hinzu. Würzen Sie die Mischung großzügig mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Rühren Sie alle Zutaten gründlich um, bis eine homogene Marinade entsteht. Diese Gewürzkombination ist das Herzstück des Gyros-Geschmacks und sollte intensiv duften.

2. Fleisch vorbereiten und marinieren

Schneiden Sie das Schweinefleisch mit einem scharfen Messer in etwa 0,5 bis 1 Zentimeter dicke Streifen. Die Streifen sollten nicht zu dünn sein, damit sie beim Garen saftig bleiben, aber auch nicht zu dick, damit sie in der Heißluftfritteuse gleichmäßig durchgaren können. Geben Sie die Fleischstreifen in die vorbereitete Marinade und vermengen Sie alles gründlich mit den Händen. Achten Sie darauf, dass jedes Fleischstück vollständig von der Marinade umhüllt ist. Decken Sie die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie das Fleisch mindestens 2 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank marinieren. Je länger die Marinierzeit, desto intensiver wird der Geschmack.

3. Tzatziki zubereiten

Während das Fleisch mariniert, bereiten Sie das erfrischende Tzatziki zu. Schälen Sie die Salatgurke und raspeln Sie sie grob. Geben Sie die geraspelte Gurke in ein sauberes Küchentuch und drücken Sie die überschüssige Flüssigkeit heraus. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Tzatziki nicht zu wässrig wird. In einer Schüssel vermischen Sie den griechischen Joghurt mit der ausgepressten Gurke. Pressen Sie zwei Knoblauchzehen hinzu und fügen Sie den getrockneten Dill sowie den Weißweinessig hinzu. Würzen Sie mit einer Prise Salz und Pfeffer. Rühren Sie alles gut um und stellen Sie das Tzatziki bis zum Servieren kalt. Der Geschmack entwickelt sich beim Durchziehen im Kühlschrank noch besser.

4. Fleisch in der Heißluftfritteuse garen

Heizen Sie Ihre Heißluftfritteuse auf 200 Grad Celsius vor. Nehmen Sie das marinierte Fleisch aus dem Kühlschrank und lassen Sie überschüssige Marinade abtropfen. Legen Sie die Fleischstreifen in den Korb der Heißluftfritteuse, achten Sie dabei darauf, dass sie sich nicht zu sehr überlappen. Arbeiten Sie gegebenenfalls in mehreren Durchgängen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Garen Sie das Fleisch für etwa 12 bis 15 Minuten. Nach der Hälfte der Garzeit öffnen Sie die Fritteuse und wenden Sie die Fleischstreifen mit einer Zange, damit sie von allen Seiten gleichmäßig bräunen und knusprig werden. Die Heißluft sorgt für eine krosse Oberfläche, während das Innere saftig bleibt.

5. Zweiter Durchgang und Knusprigkeit erhöhen

Für eine noch knusprigere Textur, die dem traditionellen Grill-Gyros nahekommt, erhöhen Sie die Temperatur in den letzten 3 bis 5 Minuten auf 220 Grad Celsius. Beobachten Sie das Fleisch aufmerksam, damit es nicht verbrennt. Die Ränder sollten schön gebräunt und leicht karamellisiert sein. Wenn Sie in mehreren Durchgängen arbeiten, halten Sie die bereits gegarten Portionen im auf 80 Grad vorgeheizten Backofen warm. Sobald alle Fleischstreifen fertig sind, können Sie sie auf einem Schneidebrett noch einmal in kleinere Stücke schneiden, wenn Sie dies bevorzugen.

6. Fladenbrot aufwärmen

Während die letzte Portion Fleisch gart, wärmen Sie die Fladenbrote auf. Sie können dies in der Heißluftfritteuse bei 160 Grad für etwa 2 Minuten tun oder die Brote kurz in einer Pfanne ohne Fett erwärmen. Das warme Brot wird geschmeidiger und lässt sich besser füllen oder als Beilage reichen.

7. Anrichten und servieren

Verteilen Sie die knusprigen Gyros-Streifen auf Tellern oder arrangieren Sie sie auf einem großen Servierteller. Reichen Sie das gekühlte Tzatziki in einer separaten Schale dazu. Servieren Sie die warmen Fladenbrote daneben. Optional können Sie das Gericht mit frischen Tomatenscheiben, roten Zwiebeln in Ringen, Eisbergsalat und Pommes frites ergänzen, um ein komplettes griechisches Festmahl zu kreieren. Beträufeln Sie das Fleisch vor dem Servieren noch mit etwas frischem Zitronensaft für zusätzliche Frische.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Um dem Fleisch eine noch authentischere Textur zu verleihen, können Sie die Fleischstreifen vor dem Marinieren leicht mit einem Fleischklopfer bearbeiten. Dies macht das Fleisch zarter und die Marinade kann besser einziehen. Ein weiterer Profi-Tipp: Fügen Sie der Marinade einen Esslöffel Tomatenmark hinzu, das verleiht dem Gyros eine leicht süßliche Note und eine schönere Farbe. Falls Sie keine Heißluftfritteuse besitzen, funktioniert die Zubereitung auch im Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 220 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 20 bis 25 Minuten. Wenden Sie das Fleisch nach der Hälfte der Zeit. Für besonders knusprige Ergebnisse können Sie die Grillfunktion in den letzten Minuten zuschalten.

Passende Getränke zum Gyros

Zu diesem herzhaften griechischen Gericht passt hervorragend ein gekühlter Retsina, der traditionelle griechische Weißwein mit Pinienharznote. Seine leichte Säure und der charakteristische Geschmack harmonieren perfekt mit den intensiven Gewürzen des Gyros. Alternativ empfiehlt sich ein trockener Rosé aus Griechenland, beispielsweise aus der Rebsorte Xinomavro, der mit seiner Frische das würzige Fleisch ausbalanciert. Für Bierliebhaber ist ein griechisches Lagerbier wie Mythos oder Alpha die ideale Wahl. Die kühle, leicht malzige Note des Bieres erfrischt den Gaumen zwischen den würzigen Bissen. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, kann zu einem griechischen Bergtee (Sideritis) greifen, der kalt serviert mit etwas Honig und Zitrone eine authentische Begleitung darstellt.

Zusätzliche Info

Gyros gehört zu den bekanntesten Exportschlagern der griechischen Küche, obwohl seine Ursprünge durchaus umstritten sind. Die Zubereitungsmethode am vertikalen Drehspieß wurde vermutlich von der türkischen Döner-Kebab-Tradition inspiriert, die ihrerseits auf osmanische Wurzeln zurückgeht. In Griechenland etablierte sich Gyros in den 1920er Jahren und entwickelte sich zu einem eigenständigen Nationalgericht mit charakteristischen Gewürzen wie Oregano und Kreuzkümmel.

Der Name Gyros stammt vom griechischen Wort γύρος (gesprochen: jiros), was Drehung oder Kreis bedeutet und auf die rotierende Zubereitungsart am Spieß verweist. Traditionell wird für griechisches Gyros hauptsächlich Schweinefleisch verwendet, während in der Türkei und anderen muslimischen Ländern Lamm, Rind oder Geflügel bevorzugt werden.

Die Popularität von Gyros explodierte in Deutschland in den 1970er Jahren durch griechische Einwanderer, die ihre Imbissstände eröffneten. Heute ist Gyros aus der deutschen Imbisskultur nicht mehr wegzudenken und steht gleichberechtigt neben Döner und Currywurst. Die Anpassung der Zubereitung für die Heißluftfritteuse macht dieses Streetfood-Gericht nun auch für die heimische Küche zugänglich, ohne auf Geschmack und Knusprigkeit verzichten zu müssen.

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