Bärlauch-Butter selbst machen: Der Frühlings-Trick für Brot, Steak und Pasta

Bärlauch-Butter selbst machen: Der Frühlings-Trick für Brot, Steak und Pasta

Der Frühling meldet sich zurück und mit ihm eine der beliebtesten Wildpflanzen der Saison: der Bärlauch. Dieses aromatische Kraut, das zwischen März und Mai in schattigen Wäldern wächst, verströmt einen intensiven Knoblauchduft und verwandelt jedes Gericht in ein kulinarisches Erlebnis. Während frischer Bärlauch nur wenige Wochen verfügbar ist, lässt sich sein würziges Aroma perfekt konservieren – in Form einer selbstgemachten Bärlauch-Butter.

Diese grüne Köstlichkeit bereichert nicht nur frisches Brot zum Frühstück, sondern verfeinert auch gebratene Steaks, verleiht Pasta eine frühlingshafte Note und peppt Gemüsegerichte auf. Die Zubereitung ist denkbar einfach und erfordert nur wenige Zutaten. Wer einmal diese aromatische Butter probiert hat, möchte sie nicht mehr missen. Sie lässt sich zudem hervorragend einfrieren und bringt so den Geschmack des Frühlings bis in den Herbst hinein auf den Teller.

In diesem Rezept zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie diese vielseitige Kräuterbutter selbst herstellen können. Mit ein paar Tricks vom Profi gelingt das Ergebnis garantiert und Sie werden staunen, wie einfach es ist, Ihre Familie und Gäste mit dieser selbstgemachten Delikatesse zu begeistern.

Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Butter vorbereiten

Nehmen Sie die Butter mindestens eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur erreicht. Eine weiche Butter lässt sich deutlich besser verarbeiten und nimmt die Aromen der Kräuter optimal auf. Die Butter sollte sich leicht mit einer Gabel eindrücken lassen, aber nicht flüssig sein. Zimmertemperatur bedeutet etwa 20 Grad Celsius.

2. Bärlauch vorbereiten

Geben Sie den getrockneten Bärlauch in eine kleine Schüssel. Falls die getrockneten Blätter sehr groß sind, können Sie diese mit den Fingern etwas zerkleinern. Der getrocknete Bärlauch sollte noch aromatisch duften. Wenn Sie frischen Bärlauch verwenden möchten, waschen Sie etwa 100 Gramm gründlich, tupfen Sie ihn trocken und hacken Sie ihn sehr fein. Getrockneter Bärlauch hat den Vorteil, dass er das ganze Jahr über verfügbar ist.

3. Pinienkerne vorbereiten

Die Pinienkerne sollten bereits geröstet sein, was ihnen ein nussiges Aroma verleiht. Falls Sie rohe Pinienkerne haben, rösten Sie diese kurz in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze, bis sie leicht goldbraun sind. Lassen Sie sie vollständig abkühlen. Hacken Sie die Pinienkerne anschließend grob mit einem Messer. Sie sorgen für eine angenehme Textur und einen zusätzlichen Geschmacksakzent in der Butter.

4. Butter aufschlagen

Geben Sie die weiche Butter in eine große Schüssel oder in die Küchenmaschine. Schlagen Sie die Butter mit einem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine für etwa 2 Minuten auf mittlerer Stufe cremig. Cremig schlagen bedeutet, dass die Butter luftig und hell wird, ähnlich wie beim Aufschlagen von Sahne. Dieser Schritt macht die Butter besonders geschmeidig und erleichtert das spätere Verstreichen.

5. Zutaten einarbeiten

Fügen Sie nun den Bärlauch, das Meersalz, den frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und den Zitronensaft zur aufgeschlagenen Butter hinzu. Der Zitronensaft hebt die Aromen hervor und verhindert, dass die grüne Farbe des Bärlauchs zu schnell oxidiert. Rühren Sie alles mit einem Löffel oder der Küchenmaschine auf niedriger Stufe gut durch, bis sich alle Zutaten gleichmäßig verteilt haben.

6. Pinienkerne unterheben

Geben Sie die gehackten Pinienkerne zur Buttermischung und heben Sie diese vorsichtig mit einem Teigschaber oder Löffel unter. Unterheben bedeutet, dass man die Zutaten behutsam von unten nach oben durch die Masse zieht, ohne zu stark zu rühren. So bleiben die Pinienkerne in größeren Stückchen erhalten und sorgen für einen schönen Biss.

7. Butter formen

Legen Sie ein Stück Frischhaltefolie oder Backpapier auf die Arbeitsfläche. Geben Sie die fertige Bärlauch-Butter darauf und formen Sie mit den Händen oder einem Teigschaber eine Rolle mit etwa 4 Zentimeter Durchmesser. Wickeln Sie die Rolle fest in die Folie ein und drehen Sie die Enden wie bei einem Bonbon zu. Alternativ können Sie die Butter auch in eine Butterdose füllen und glatt streichen.

8. Butter kühlen

Legen Sie die eingewickelte Butterrolle für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, damit sie wieder fest wird. Im Kühlschrank hält sich die Bärlauch-Butter etwa 10 bis 14 Tage. Wenn Sie die Butter länger aufbewahren möchten, können Sie sie auch einfrieren. Dafür die Rolle in Scheiben schneiden, zwischen Backpapier legen und in einem Gefrierbeutel einfrieren. So haben Sie immer einzelne Portionen griffbereit.

9. Butter servieren

Nehmen Sie die Bärlauch-Butter etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit sie etwas weicher wird und sich besser streichen lässt. Schneiden Sie die Butterrolle in etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben. Diese Scheiben sehen nicht nur dekorativ aus, sondern lassen sich auch praktisch dosieren. Legen Sie die Butterscheiben auf einen kleinen Teller oder in eine Butterdose und servieren Sie sie zu frischem Brot, gegrilltem Fleisch oder gedämpftem Gemüse.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Wenn Sie die Bärlauch-Butter für Pasta verwenden möchten, geben Sie einen Esslöffel des Nudelwassers zur Butter, bevor Sie die abgetropften Nudeln unterheben. Das stärkehaltige Wasser hilft, eine cremige Sauce zu bilden. Für Steaks legen Sie eine Scheibe kalte Bärlauch-Butter direkt auf das heiße Fleisch – sie schmilzt langsam und bildet eine aromatische Sauce. Die Butter eignet sich auch hervorragend zum Verfeinern von Risotto, Kartoffeln oder gebratenem Fisch. Ein Geheimtipp: Streichen Sie die Butter auf getoastetes Brot und überbacken Sie es kurz im Ofen – ein köstlicher Snack für zwischendurch.

Passende Weinbegleitung zur Bärlauch-Butter

Da die Bärlauch-Butter vielseitig einsetzbar ist, hängt die Weinwahl vom Hauptgericht ab. Zu Pasta mit Bärlauch-Butter empfiehlt sich ein frischer, leichter Weißwein wie ein Sauvignon Blanc aus der Loire oder ein Grüner Veltliner aus Österreich. Diese Weine haben eine angenehme Säure, die perfekt mit dem würzigen Knoblaucharoma harmoniert.

Zu einem Steak mit Bärlauch-Butter passt ein mittelschwerer Rotwein wie ein Pinot Noir aus dem Burgund oder ein deutscher Spätburgunder. Diese Weine sind nicht zu tanninhaltig und lassen sowohl das Fleisch als auch die Kräuternote zur Geltung kommen. Zu Brot mit Bärlauch-Butter als Vorspeise oder Snack eignet sich ein spritziger Riesling oder ein trockener Silvaner, die mit ihrer Frische das intensive Aroma des Bärlauchs ausgleichen.

Zusätzliche Info

Der Bärlauch, botanisch Allium ursinum genannt, gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist seit Jahrhunderten in der europäischen Küche bekannt. Bereits die Römer und Germanen schätzten das würzige Kraut nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Heilpflanze. Der Name leitet sich vermutlich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die jungen Blätter fressen, um wieder zu Kräften zu kommen.

In Deutschland wächst Bärlauch vor allem in feuchten Laubwäldern und ist zwischen März und Mai zu finden. Die Pflanze ist leicht an ihrem intensiven Knoblauchgeruch zu erkennen, was wichtig ist, da sie mit den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt werden kann. Beim Sammeln ist Vorsicht geboten: Reiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern – nur Bärlauch verströmt den typischen Knoblauchduft.

Die Konservierung von Bärlauch in Butter ist eine traditionelle Methode, die es ermöglicht, das Aroma weit über die kurze Erntezeit hinaus zu genießen. Kräuterbutter im Allgemeinen hat in der französischen Küche eine lange Tradition und wird dort beurre composé genannt. Sie verleiht einfachen Gerichten eine raffinierte Note und ist gleichzeitig eine praktische Vorratshaltung für frische Kräuter.

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