In der modernen Küche suchen immer mehr Menschen nach Geräten, die mehrere Funktionen vereinen und gleichzeitig gesunde Ernährung ermöglichen. Der Philips Steam verspricht genau das: eine Kombination aus Dampfgaren und Heißluftfrittieren, die knusprige Ergebnisse ohne übermäßiges Fett liefert. Ob knackige Pommes frites, ofenfrische Pizza oder goldbraune Chicken-Nuggets – dieses Gerät will in allen Disziplinen überzeugen. Doch hält der Philips Steam wirklich, was der Hersteller verspricht ? Ein ausführlicher Test zeigt, wo die Stärken liegen und ob sich die Investition lohnt.
Einführung in den Philips Steam : ein vielseitiges Gerät
Das Konzept hinter der Dampf-Heißluft-Kombination
Der Philips Steam unterscheidet sich von herkömmlichen Heißluftfritteusen durch seine integrierte Dampffunktion. Während klassische Modelle ausschließlich mit heißer Luft arbeiten, kombiniert dieses Gerät beide Garverfahren. Das Prinzip ist einfach: Dampf sorgt für Feuchtigkeit im Inneren der Speisen, während die Heißluft außen für die gewünschte Knusprigkeit verantwortlich ist. Diese Technologie ermöglicht es, auch empfindliche Lebensmittel schonend zuzubereiten, ohne dass sie austrocknen.
Für wen eignet sich dieses Küchengerät ?
Das Gerät richtet sich an verschiedene Zielgruppen:
- Familien, die schnell und gesund kochen möchten
- Gesundheitsbewusste, die auf übermäßiges Fett verzichten wollen
- Kochbegeisterte, die Wert auf vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten legen
- Berufstätige, die wenig Zeit für aufwendige Kochprozesse haben
Mit einem Fassungsvermögen von etwa 4,1 Litern bietet der Philips Steam ausreichend Platz für Mahlzeiten von drei bis vier Personen. Die kompakte Bauweise macht ihn auch für kleinere Küchen interessant. Diese Eigenschaften führen direkt zu den technischen Details, die das Gerät auszeichnen.
Hauptmerkmale und innovative Technologien
Die Rapid-Air-Technologie im Detail
Im Kern arbeitet der Philips Steam mit der bewährten Rapid-Air-Technologie, die heiße Luft mit hoher Geschwindigkeit zirkulieren lässt. Ein leistungsstarker Ventilator sorgt dafür, dass die Hitze gleichmäßig verteilt wird. Dadurch entstehen rundherum knusprige Ergebnisse, ohne dass das Gargut gewendet werden muss. Die Temperaturen lassen sich präzise zwischen 40 und 200 Grad Celsius einstellen.
Dampffunktion für optimale Ergebnisse
Die Dampfzugabe erfolgt über einen separaten Wassertank, der bis zu 200 Milliliter fasst. Diese Menge reicht für mehrere Garvorgänge aus. Der Dampf wird gezielt in den Garraum eingeleitet und kann je nach Rezept dosiert werden. Besonders bei der Zubereitung von Gemüse, Fisch oder Backwaren zeigt sich der Vorteil dieser Funktion.
Technische Ausstattung im Überblick
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Leistung | 1.400 Watt |
| Fassungsvermögen | 4,1 Liter |
| Temperaturbereich | 40-200°C |
| Wassertank | 200 ml |
| Programme | 13 voreingestellte |
Mit 13 voreingestellten Programmen deckt das Gerät eine breite Palette an Gerichten ab. Von Pommes über Hähnchen bis hin zu Kuchen lassen sich verschiedenste Speisen zubereiten. Diese Vielseitigkeit zeigt sich besonders deutlich bei der Zubereitung klassischer Favoriten wie Kartoffelgerichten.
Kartoffelzubereitung : knusprig nach Wunsch
Frische Pommes frites aus rohen Kartoffeln
Im Test wurden sowohl selbst geschnittene Pommes als auch tiefgekühlte Varianten zubereitet. Frische Kartoffeln wurden in Stifte geschnitten, kurz gewässert und mit einem Teelöffel Öl vermischt. Bei 180 Grad und einer Garzeit von 18 Minuten entstanden außen knusprige, innen weiche Pommes. Die Dampffunktion wurde hier nicht aktiviert, da die natürliche Feuchtigkeit der Kartoffeln ausreicht.
Tiefkühlpommes im Vergleich
Tiefgekühlte Pommes benötigten etwa 15 Minuten bei 200 Grad. Das Ergebnis überzeugte durch gleichmäßige Bräunung und angenehme Knusprigkeit. Folgende Faktoren beeinflussen das Ergebnis:
- Die Menge der Pommes sollte den Korb nicht überfüllen
- Vorheizen verbessert die Knusprigkeit deutlich
- Ein leichter Ölfilm intensiviert die Bräunung
- Die Dicke der Pommes beeinflusst die Garzeit
Weitere Kartoffelvariationen
Auch Wedges, Rösti oder Kartoffelgratin gelingen im Philips Steam problemlos. Bei Gratins kommt die Dampffunktion zum Einsatz, um die Kartoffeln zunächst weich zu garen, bevor die Heißluft für eine knusprige Kruste sorgt. Diese Flexibilität bei der Kartoffelzubereitung gilt ebenso für andere beliebte Gerichte wie Pizza.
Hausgemachte Pizza : perfekte Zubereitung bei jedem Versuch
Der richtige Teig für optimale Ergebnisse
Pizza im Philips Steam zuzubereiten erfordert einige Anpassungen. Ein dünner Hefeteig liefert die besten Ergebnisse, da er schneller durchgart. Der Teig sollte etwa 3 bis 4 Millimeter dick ausgerollt werden. Die Dampffunktion verhindert, dass der Teig während des Backens austrocknet, während die Heißluft für einen knusprigen Boden sorgt.
Belag und Backvorgang
Bei der Wahl des Belags gilt: weniger ist mehr. Eine zu üppige Belegung führt zu längeren Garzeiten und kann den Teig durchweichen. Im Test wurden verschiedene Varianten getestet:
- Margherita mit Tomatensoße, Mozzarella und Basilikum
- Salami-Pizza mit zusätzlichem Gemüse
- Vegetarische Variante mit Paprika und Zucchini
- Vier-Käse-Pizza mit verschiedenen Sorten
Die Backzeit betrug bei 180 Grad etwa 12 bis 15 Minuten. Das Ergebnis zeigte einen gut durchgebackenen Boden mit geschmolzenem Käse. Zwar erreicht das Gerät nicht die Temperaturen eines Pizzaofens, für den Hausgebrauch sind die Ergebnisse jedoch mehr als zufriedenstellend. Ähnlich überzeugende Resultate liefert der Philips Steam bei der Zubereitung von Geflügelprodukten.
Chicken-Nuggets : ein goldener und knuspriger Genuss
Selbstgemachte Nuggets aus frischem Hähnchen
Für hausgemachte Nuggets wurde Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke geschnitten und in einer klassischen Panade aus Mehl, Ei und Paniermehl gewälzt. Bei 190 Grad und 12 Minuten Garzeit entstanden goldbraune Nuggets mit knuspriger Hülle. Die Dampffunktion wurde hier bewusst nicht eingesetzt, um die Panade nicht aufzuweichen.
Tiefkühl-Nuggets im Schnelltest
Fertige Chicken-Nuggets aus dem Tiefkühlfach benötigten lediglich 10 Minuten bei 200 Grad. Die Ergebnisse waren durchweg positiv:
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Knusprigkeit | Sehr gut |
| Gleichmäßige Bräunung | Gut |
| Saftigkeit innen | Sehr gut |
| Fettgehalt | Deutlich reduziert |
Weitere Geflügelvariationen
Neben Nuggets gelingen auch Chicken-Wings, Hähnchenschenkel oder Putenschnitzel hervorragend. Bei größeren Fleischstücken empfiehlt sich die Kombination aus Dampf und Heißluft: zunächst wird mit Dampf gegart, um das Fleisch saftig zu halten, anschließend sorgt die Heißluft für die knusprige Haut. Diese durchdachte Technologie erfordert jedoch auch eine entsprechende Pflege des Geräts.
Pflege und einfache Handhabung im Alltag
Reinigung nach jedem Gebrauch
Die Reinigung des Philips Steam gestaltet sich unkompliziert. Der Garkorb und die Schublade sind spülmaschinenfest und können nach jedem Einsatz gereinigt werden. Das Innere des Geräts lässt sich mit einem feuchten Tuch auswischen. Besonders praktisch: die Antihaftbeschichtung verhindert, dass Speisereste festkleben.
Wartung des Wassertanks
Der Wassertank sollte regelmäßig entleert und gereinigt werden, um Kalkablagerungen zu vermeiden. Folgende Pflegetipps verlängern die Lebensdauer:
- Nach jedem Gebrauch Restwasser entfernen
- Wöchentlich den Tank mit Essigwasser ausspülen
- Bei hartem Wasser gefiltertes Wasser verwenden
- Dichtungen regelmäßig auf Verschleiß prüfen
Bedienung und Benutzerfreundlichkeit
Das digitale Display ermöglicht eine intuitive Bedienung. Temperatur, Zeit und Dampfzugabe lassen sich über Tasten einstellen. Die voreingestellten Programme erleichtern Einsteigern den Umgang. Ein akustisches Signal informiert über das Ende des Garvorgangs. Die App-Steuerung bietet zusätzlich zahlreiche Rezeptideen und ermöglicht die Fernbedienung des Geräts.
Der Philips Steam erweist sich im Test als durchdachtes Küchengerät, das die Vorteile von Dampfgaren und Heißluftfrittieren geschickt kombiniert. Die Zubereitung von Pommes, Pizza und Chicken-Nuggets gelingt durchweg mit überzeugenden Ergebnissen. Besonders die gleichmäßige Garung und die reduzierte Fettmenge sprechen für das Gerät. Die einfache Reinigung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen es zu einem praktischen Helfer im Alltag. Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, ohne auf knusprige Genüsse zu verzichten, findet im Philips Steam einen verlässlichen Partner.



