Donauwellen wie vom Konditor: Mit diesem Trick gelingt die Schokoglasur perfekt

Donauwellen wie vom Konditor: Mit diesem Trick gelingt die Schokoglasur perfekt

Die Donauwelle gehört zu den beliebtesten deutschen Blechkuchen und begeistert mit ihrer charakteristischen Wellenoptik aus hellem und dunklem Teig, einer fruchtigen Kirschschicht und einer cremigen Buttercreme. Das Geheimnis eines perfekten Ergebnisses liegt nicht nur im Teig, sondern vor allem in der Schokoglasur, die glatt, glänzend und ohne unschöne Risse gelingen muss. Mit einem bewährten Trick aus der Konditorei wird diese Glasur zum Kinderspiel: die richtige Temperatur und eine spezielle Zubereitungstechnik sorgen für ein professionelles Finish. Diese Wellenform entsteht durch das Einarbeiten von Kakao in einen Teil des hellen Rührteigs, der anschließend marmoriert wird. Der Name bezieht sich auf die Donau und die wellenförmige Optik des Kuchens. Wer diesen Klassiker selbst backen möchte, benötigt etwas Geduld und Sorgfalt, wird aber mit einem beeindruckenden Ergebnis belohnt.

45

35

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. den teig vorbereiten

Den ofen auf 180 grad celsius ober- und unterhitze vorheizen. Das backblech mit backpapier auslegen und zur seite stellen. Die weiche butter mit dem zucker und vanillezucker in einer schüssel schaumig schlagen, bis eine helle, cremige masse entsteht. Dies dauert etwa 3 bis 4 minuten mit dem handrührgerät oder der küchenmaschine. Die eier einzeln nacheinander hinzufügen und jeweils gut unterrühren, bevor das nächste ei dazukommt. Das mehl mit dem backpulver und einer prise salz vermischen und sieben, dann zur buttermasse geben. Alles zu einem glatten teig verrühren, der eine mittlere konsistenz hat.

2. die wellenoptik erzeugen

Etwa ein drittel des teiges in eine separate schüssel geben. Das kakaopulver mit 3 esslöffeln milch vermischen und unter den abgenommenen teig rühren, bis eine gleichmäßig braune masse entsteht. Den hellen teig auf dem vorbereiteten backblech verteilen und glatt streichen. Die abgetropften sauerkirschen gleichmäßig auf dem hellen teig verteilen und leicht andrücken. Den dunklen teig in klecksen auf dem hellen teig verteilen und mit einer gabel oder einem löffelstiel vorsichtig wellenförmig durch beide teige ziehen. Dabei nicht zu stark mischen, damit die wellenoptik erhalten bleibt.

3. backen und auskühlen lassen

Das blech in den vorgeheizten ofen schieben und etwa 30 bis 35 minuten backen. Der kuchen ist fertig, wenn die oberfläche goldbraun ist und ein holzstäbchen sauber herauskommt. Den kuchen aus dem ofen nehmen und vollständig auf dem blech auskühlen lassen. Dies ist wichtig, damit die buttercreme später nicht schmilzt.

4. die buttercreme zubereiten

Während der kuchen abkühlt, das puddingpulver nach packungsanweisung mit 250 milliliter milch kochen. Den pudding in eine schüssel füllen, direkt mit frischhaltefolie abdecken (damit sich keine haut bildet) und vollständig abkühlen lassen. Die 200 gramm butter zimmerwarm werden lassen und schaumig schlagen. Den puderzucker nach und nach einrieseln lassen und weiter schlagen. Den erkalteten pudding löffelweise zur buttermasse geben und zu einer luftigen, cremigen buttercreme aufschlagen. Diese creme sollte hell und locker sein.

5. den kuchen mit buttercreme bestreichen

Die buttercreme gleichmäßig auf dem vollständig ausgekühlten kuchen verteilen. Mit einer palette oder einem streichmesser glatt streichen, sodass eine ebene fläche entsteht. Den kuchen für mindestens 30 minuten in den kühlschrank stellen, damit die buttercreme fest wird. Dies ist entscheidend für die spätere glasur.

6. die perfekte schokoglasur herstellen

Hier kommt der konditor-trick: die zartbitterschokolade grob hacken und zusammen mit dem kokosfett in einer schüssel über dem wasserbad schmelzen. Das wasser sollte nicht kochen, sondern nur leicht simmern (kleine bläschen am topfrand). Die schokolade langsam schmelzen lassen und dabei immer wieder umrühren. Sobald die masse vollständig geschmolzen ist, vom herd nehmen und auf etwa 30 bis 32 grad celsius abkühlen lassen. Dies ist der entscheidende punkt: ist die glasur zu heiß, wird sie zu dünnflüssig und läuft herunter. Ist sie zu kalt, wird sie stumpf und lässt sich nicht gleichmäßig verteilen. Ein küchenthermometer hilft dabei, die perfekte temperatur zu erreichen.

7. die glasur auftragen

Den kuchen aus dem kühlschrank nehmen. Die temperierte schokoladenglasur zügig aber gleichmäßig auf der buttercreme verteilen. Mit einer palette in gleichmäßigen bewegungen glatt streichen. Die glasur setzt schnell an, daher zügig arbeiten. Den kuchen erneut für etwa 15 minuten kalt stellen, damit die glasur vollständig fest wird und einen schönen glanz entwickelt.

8. portionieren und servieren

Den kuchen in rechteckige stücke schneiden. Am besten gelingt dies mit einem langen, scharfen messer, das zwischen jedem schnitt unter heißem wasser abgespült und abgetrocknet wird. So entstehen saubere schnittkanten, die die schöne wellenoptik im inneren zeigen. Die donauwelle schmeckt am besten leicht gekühlt.

Helga Berkhof

Tipp vom Chefkoch

Der wichtigste trick für eine perfekte schokoglasur ist die temperatur: verwenden sie unbedingt ein küchenthermometer und warten sie, bis die geschmolzene schokolade auf 30 bis 32 grad celsius abgekühlt ist. Das kokosfett sorgt für zusätzlichen glanz und erleichtert das verstreichen. Wenn sie kein kokosfett haben, können sie auch neutrales pflanzenöl verwenden, allerdings wird der glanz dann etwas weniger intensiv. Die buttercreme muss wirklich fest sein, bevor die glasur aufgetragen wird, sonst vermischen sich beide schichten. Lassen sie den kuchen daher ausreichend lange im kühlschrank. Beim schneiden hilft ein heißes messer für saubere kanten: einfach unter heißem wasser abspülen, abtrocknen und schneiden. So bleibt die glasur intakt und die stücke sehen professionell aus.

die passende begleitung zur donauwelle

Zur donauwelle passt hervorragend ein frisch gebrühter kaffee, der die süße des kuchens ausgleicht und die schokoladennoten unterstreicht. Ein cappuccino oder café crème harmoniert besonders gut mit der buttercreme. Wer es lieber koffeinfrei mag, kann einen aromatischen schwarztee wie earl grey oder einen milden darjeeling wählen. Für kinder eignet sich ein glas kalte milch oder ein fruchtiger saft wie kirschsaft, der die kirschnote des kuchens aufgreift. An warmen tagen schmeckt die donauwelle auch ausgezeichnet zu einem eisgekühlten eiskaffee oder einer tasse kakao.

Zusätzliche Info

Die donauwelle, auch als schneewittchenkuchen bekannt, ist ein klassischer deutscher blechkuchen, der in den 1950er jahren populär wurde. Der name bezieht sich auf die wellenförmige optik, die an die donau erinnern soll. In manchen regionen wird der kuchen auch als schneewittchenkuchen bezeichnet, weil die kombination aus dunklem teig, roter kirsche und weißer buttercreme an die märchenfigur erinnert. Ursprünglich stammt das rezept wahrscheinlich aus süddeutschland oder österreich, hat sich aber schnell in ganz deutschland verbreitet. Die donauwelle gehört zu den beliebtesten kuchen auf kaffeetafeln und familienfeiern. Besonders charakteristisch ist die kombination aus saftigem rührteig, fruchtigen sauerkirschen und der cremigen buttercreme, die von einer knackigen schokoglasur bedeckt wird. In der ddr war dieser kuchen ebenfalls sehr beliebt und wurde oft zu besonderen anlässen gebacken.

Drucken

×
WhatsApp-Gruppe